Sep 27 2016

Konzertbericht: The M-Pire Strikes Back – Münster, 23.09.2016

Das diesjährige Uncle M Fest habe ich leider verpasst. Am vergangenen Freitag schlug das M-Pire aber dankenswerter erneut in Münster zu. Nicht wie üblich in der Homebase des Labels, im Skaters Palace, sondern in der alten Sputnik Halle. Nach einer staugeplagten Anreise – der Feierabendverkehr am späten Freitagnachmittag ist nun wirklich kein Spaß – darf ich dann erst einmal eine etwas untypische (zumindest für mich) Seite Münsters kennenlernen. Auf meinem Weg zur Sputnik Halle muss ich mir nämlich einen Weg durch einen Haufen Freaks in Dirndl und Lederhosen bahnen. Tja, da fahre ich in dieser Jahreszeit bewusst nicht nach München, um dem Wiesntrubel zu entgehen (einmal reicht fürs ganze Leben), und schon gerate ich im Herzen Westfalens ganz unverhofft in diese Freakshow. Autsch.

Continue reading


Sep 22 2016

reinhören: beach slang – a loud bash of teenage feelings

Beach Slang - A Loud Bash of Teenage Feelings (Coverart)Hätte sich Charles Bukowski einen Soundtrack für seine Geschichten wünschen können, die Songs von Beach Slang wären sicherlich seine erste Wahl gewesen. Sind diese doch ebenso schwermütig, dreckig, direkt und offen wie seine Werke. Erleben darf er das leider nicht mir. Wir jedoch können uns nun am neuen Album A Loud Bash Of Teenage Feelings von Beach Slang erfreuen, dass nicht einmal ein Jahr nach dem allseits gefeierten Debütalbum Thing We Do To Find People Who Feel Like Us (Review) erscheint.
so klingt das Album


Sep 14 2016

reinhören: stick to your guns – better ash than dust

Stick To Your Guns - Better Ash Than Dust (coverart)Spätestens seit dem 2012er Output Diamond haben Stick To Your Guns einen festen Platz auf meinem Plattenteller. Auf dieser Scheibe als auch auf dem letztjährigen Disobendient konnten die Jungs aus Orange County neben ihren musikalischen Qualitäten vor allem aufgrund ihrer sehr kritischen Texte überzeugen. Wahrscheinlich schaffen es nur wenige andere Bands, Menschen derart zum Nachdenken anzuregen wie eben Stick To Your Guns. Das sowohl auf Platte als auch während ihrer Liveshows, in deren Rahmen Sänger Jesse Barnet soziale und politische Ungerechtigkeiten stets sehr kritisch thematisiert. Allein aus diesem Grund lohnt sich der Besuch jeder Show, auch wenn nicht wenige mittlerweile einer stylischen Modeshow (vor der Bühne) gleichen. Ein Outfit unter zweihundert Euro hat hier Seltenheitswert. Ebenso eine gewisse „Schaut her, hier bin Ich“-Attitüde. Eine Welt, in der ich mich nicht wirklich wohl fühle. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn Stick To Your Guns die Bühne betreten und die ersten Akkorde aus den Boxen fliegen. Gleiches gilt für die bisherigen Outputs dieser sympathischen Band.
so klingt Better Ash Than Dust


Sep 9 2016

reinhören: wake the dead – under the mask

Wake The Dead - Under The Mask (Coverart)Der Bandname gleicht dem Titel des 2006er Comeback Kid Albums. Das Cover des neuen Albums erinnert auszugsweise an Drug Churchs Paul Walker Album. Und während Wake The Dead tatsächlich an einigen Stellen an andere altbekannte Bands erinnern, sind sie aber weit davon entfernt eine blasse Kopie zu sein. Das gilt auch für das aktuelle Album Under The Mask der Band aus Bouches-du-Rhône (Frankreich). Dies setzt zwar keine neuen Standards (was im Hardcorebereich sowieso Seltenheitswert hat), ist aber zweifellos eine Bereicherung für jede Plattensammlung.
so klingt Under The Mask


Sep 6 2016

vegan essen gehen in Duisburg

Vegan essen gehen in Duisburg? Ja, das ist möglich. Hier einige Lokalitäten, wo Ihr lecker vegan schlemmen könnt. Berücksichtigt habe ich hierbei nur die Restaurants, Cafés, Bistros und Brunchs, die ich selbst besucht habe und Euch empfehlen kann. Einige weitere Einkehrmöglichkeiten bietet die App „Vanilla Bean“, die ich Euch ebenfalls sehr empfehlen kann.
weiterlesen


Sep 1 2016

Konzertbericht: Beach Slang live in Dortmund und neue Konzerttermine

Ob Robert Smith schon einmal eine Obst-Etagere im Publikum herumreichen lies während The Cure Just Like Heaven spielen? Mit großer Wahrscheinlich nicht. Ebenso wenig wird er seine Crew auf die Bühne bitten, um den Zuschauer*Innen vor der Bühne ein Getränk in den Rachen zu kippen. Bei einem Beach Slang Konzert sind derlei Dinge immer drin. So geschehen am 16.08.2016 im Dortmunder FZW.

Allein das lässt schon erahnen, dass der Spaß an diesem Abend nicht zu kurz kam. Ja, die drei Jungs an den Saiten (der neue Drummer hielt sich eher bedeckt im Hintergrund) erzählen gerne die eine oder andere Geschichte. Allzu ernst nehmen sie es dabei nicht. Ob nun über die Blumenvielfalt an deutschen Tankstellen oder über das tolle deutsche Gesundheitssystem (zumindest im Vergleich zur amerikanischen Variante), für all dies fanden sie die passenden Worte. Eine gewisse Ironie war dabei nicht zu überhören. Dankenswerterweise nahm das nicht überhand (wie bei so manch anderer Band). Soviel zum Rahmenprogramm an diesem Abend. Wesentlich unterhaltsamer waren dann aber die Songs der vier Jungs aus Philadelphia. Mit „We’re Beach Slang and we’re here to punch you right in the heart!“ stellte Sänger und Gitarrist James Alex nach dem ersten Song des Abends die Band vor und das traf dann auch so ziemlich ins Schwarze. Neben einer tempo- und energiereichen Bühnenshow – bei der nicht immer alles rund lief, was natürlich jederzeit mit einem coolen Spruch kommentiert wurde – gab es ein buntes Set, das Songs aus allen bisherigen Outputs brachte. Zudem das bereits erwähnte und überaus chaotische The Cure Cover (Robert Smith hätte sicherlich seinen Spaß gehabt) und einige Songs vom anstehenden Album A Loud Bash of Teenage Feelings.

Die kommen live insgesamt noch wuchtiger und etwas rauer rüber als auf Platte. So hat es Ganze einen stärkeren Punkrocktouch, der live vollends überzeugen kann. Hier trreffen Leidenschaft und Spielfreude auf „jugendliche“ Energie. In Kombination mit den durchweg tollen Songs sollte sich die zitierte Ankündigung von James Alex letztendlich auch erfüllen. Am Ende blieb eine Show, die allen Anwesenden (vor und auf der Bühne) sichtlich Spaß machte und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Herbst kommen Beach Slang übrigens erneut nach Deutschland. Das solltet Ihr auf keinen Fall verpassen.

Beach Slang live im Herbst 2016

13.11.2016 Hamburg – Knust
14.11.2016 Hannover – Lux
15.11.2016 Berlin – Lido
17.11.2016 Leipzig – Conne Island
18.11.2016 Wien – Chelsea (AT)
19.11.2016 Winterhur – Albani (CH)
20.11.2016 München – Ampere
21.11.2016 Münster – Sputnikhalle
22.11.2016 Köln – Gebäude 9

Zur Einstimmung könnt Ihr Euch hier noch das Video zur aktuellen Single Punks in a Disco Bar anschauen.