veganes Leben – ein Verzicht?

„Darfst du das essen?“ Diese Frage begleitet mich seit nunmehr 17 Jahren. Ich denke dann immer, dass mein Gegenüber der Meinung ist, ich würde mich gezwungener Maßen vegetarisch bzw. vegan ernähren. Dabei zwingt mich kein Arzt oder sonst jemand dazu kein Fleisch bzw. keine tierischen Produkte zu essen. Ich habe mich aus einer inneren Überzeugung heraus, d.h. aufgrund ethischer und moralischer Gründe, für den Veganismus entschieden. Dies war eine freiwillige Entscheidung. Verzicht hingegen verbinde ich immer mit einem gewissen Zwang, der mir von außen vorgeschrieben wird.

Verzicht bedeutet so rein gefühlsmäßig doch, dass mir etwas fehlt und meine Welt dadurch kleiner geworden ist. Rückblickend hat sich genau diese Welt in den letzten 17 Jahren erheblich erweitert. Wenn man sich für eine vegane Lebensweise entscheidet setzt man sich zwangsläufig auch mit diesem Thema auseinander. Zumindest sollte man dieses tun. Mir sind die Risiken einer falschen veganen Ernährung (Vitamin B12 – Problematik) durchaus bewusst. Und diese Auseinandersetzung öffnet die Pforten zu vielen neuen kulinarischen Welten. Mit der entsprechenden Portion Neugier wird die Bandbreite an leckeren Gerichten von Tag zu Tag größer. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass man immer etwas Neues ausprobieren kann. Langeweile? Gibt es nicht.

Ein veganes Leben – für mich kein Verzicht.

P.S.: Die Frage „Möchtest du das essen?“ würde die Situation viel besser beschreiben.