Konzertbericht: Persistance Tour 2012 in Oberhausen

Pünktlich um 16.30 Uhr standen Ratface auf der Bühne. Um 0.45 Uhr gingen Suicidal Tendencies von der Bühne. Acht Stunden Hardcore. Ein kurzer Rückblick.

So richtig los ging es erst mit den Crashing Caspars. Natürlich habe ich mir auch Ratface, The Setup und Still Screaming angeschaut. Jede Band, die auf der Bühne steht und die Szene am Leben hält, hat mein Unterstützung. Aber so richtig wollte der Funke noch nicht rüber springen. Respekt und Anerkennung gab es jedoch trotzdem.

Die Crashing Caspars legten dann aber ein ordentliches Brett hin und zeigten eindrucksvoll, dass Hardcore auch in Deutschland eine Heimat hat. Nasty hingegen haben mich nicht vom Hocker gerissen. Zuviel „Sprechgesang“ ist nicht mein Ding. Daher gab es die erste und einzige kurze Pause das Tages. Lionheart brachten die Halle dann wieder zum beben. Und gaben einen Vorgeschmak auf das, was dann kommen sollte. Denn dann…

…stürmten Walls Of Jericho die Bühne. Jeder Song ein Schlag ins Gesicht. Dazu die einzigartige Stimme von Frontfrau Candace Kucsulain. Alles ins sich stimmig. Treibend, brachial.
Kaum war dieser Sturm abgeflaut sorgten Terror für den Rest. Wie erwartet haben die Jungs um Scott Vogel alles plattgewalzt. Schnell, gradlinig, ohne Geschnörkel, ohne Kompromisse. So liebe ich es.

Definitiv die beiden Highlights der gesamten Show.

Puh. Biohazard. Musikalisch immer noch gut drauf die Jungs. Doch recht viel Machogepose. Naja, zumindest konnte man ein wenig in alte Zeiten blicken. Auch wenn nur noch zwei Mitglieder aus den 90er dabei waren. Die alten Männer um Suicidal zeigten dann, dass auch in der Hardcore-Szene perfekte Drum- und Gitarrensoli durchaus ihre Berechtigung gefunden haben. Respekt. Musikalisch gab es einen Querschnitt aus fast allen Alben. Erfreulich war für mich natürlich, dass das erste Album im Mittelpunkt stand. Alle Songs kamen super rüber. Nur der Gesang ging oft etwas unter. Trotzdem ein super Finale für diesen langen Tag.

Abschließend muss noch erwähnt werden, dass der Sound durchweg sehr sehr bescheiden war, da der Gesang bei fast jeder Band nur ein Schattendasein fristen durfte. Aber trotzdem, super Tour.

 

SUICIDAL TENDENCIES
BIOHAZARD
TERROR
WALLS OF JERICHO
LIONHEART
NASTY
CRUSHING CASPARS
STILL SCREAMING
THE SETUP
RATFACE