Zehn Songs aus 2011

Die 5. Jahreszeit ist vorbei. Höchste Zeit mit 2011 abzuschließen. Auch wenn mich das Jahr musikalisch eher enttäuscht hat, find ich auf Anhieb zehn Songs, von denen ich das nicht behaupten kann.

10. Death Cab For Cutie – Codes And Keys

Ben Gibbards Songs standen mir schon bei so mancher Misere bei. Aber es geht auch anders: Neuer Job, neues Zuhause, neue Familie und ein neues Death Cab For Cutie-Album mit – alle Achtung – positiver Grundstimmung. Was gibt es schöneres als das alles mit einem hymnisch gesungenen „We are aliiiiiiiive“ zu feiern?

09. Walk Off The Earth – Somebody That I Used To Know

Ich weiß von dieser Band nur, dass ihre fünf Mitglieder gleichzeitig eine Gitarre bedienen und dabei ein perfektes Lied noch perfekter machen.

08. Jupiter Jones – Still

Trauerbewältigung mit Hilfe von Jupiter Jones. Mal wieder.

07. Cloud Control – Meditation Song #2 (Why, Oh Why)

„Make my head a pool of water now“. Ausgerechnet mir bis dato völlig unbekannte Australier mit ihrem Indie-Folk-Psychedelic-Irgendwas wissen im Sommer, wie ich vor lauter Pendeln zwischen zwei Jobs und zwei Wohnungen am besten runterkommen kann.

06. Thrice – Blinded

Wenn sich eine Band eine längere Auszeit verdient hat, dann Thrice. Wieviel unglaubliche Alben die schon gemacht haben. Major/Minor ist ein weiteres. Blinded ist nur einer von vielen tollen Songs darauf.

05. Rival Schools – Wring It Out

Ein Album für heruntergelassene Fensterscheiben. Ein Opener zum Niederknien mit einem Refrain zum Luftsprünge machen. Danke, Walter!

04. Touché Amoré – Method Act

Gar nicht so einfach den besten Song des besten Albums des Jahres auszuwählen. Method Act ist es geworden, weil seine herausgebrüllten Selbstoffenbarungen die direktesten und somit berührendsten von Parting The Sea Between Brightness And Me sind. Außerdem schreit Jeremy Bolm, dass er immer alleine Auto fährt, was ganz gut dazu passt, dass ich nach einem MSV-Spiel im Sommer auf der Autobahn nach Bochum zweimal das komplette Album hören musste, um mich über die heimischen Fußballnazis abzureagieren.

03. Thees Uhlmann – Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf

Was er mit dem Songtitel sagen will, weiß ich immer noch nicht hundertprozentig, aber dafür benutzt Thees Uhlmann ja jetzt in seinen Texten klare Worte. Da diese mich auch nach dem x-ten hören immer noch packen, musste es einfach ein Platz unter den Top-3 werden.

02. Wye Oak – Civilian

Musik des Zufalls mal wieder: Ich kannte die Band nicht, hab ein paar Zeilen über sie gelesen und dann die Platte nur geholt, weil sie so billig war, dass auch ein Fehlkauf nicht wehgetan hätte. Und dann befindet sich mit dem Titeltrack einer dieser seltenen Songs darauf, bei dem man, sobald der Gesang einsätzt, weiß, dass man ihn liebt.

01. La Dispute – King Park

Ich war genau so lange kritisch gegenüber der „Zukunft des Hardcores“ bis ich Jordan Dryer mal richtig zugehört hab. Dann saß ich mit Kopfhörern und einem Haufen Schulkindern im Bus und mich hat die Geschichte über den zufällig getöteten Jungen und seinen verzweifelten Mörder in King Park so mitgenommen, wie es seit langem keine Musik mehr geschafft hat.