fruchtiges Apfelbrot

Weihnachten nur im Dezember? Hier ein fruchtiges „weihnachtliches“ Apfelbrot, das zu jeder Jahreszeit passt, weil es einfach super lecker schmeckt. Und zudem ohne die meisten üblichen Weihnachts- bzw. Kuchendickmacher. Wer keine Hefe verträgt kann auch kräftig zulangen. Aber bitte aufpassen. Mit ein wenig Fruchtaufstrich ist der Suchtfaktor extrem groß.

fruchtiges Apfelbrot (Rezept #10)

Was man alles braucht:

450g säuerliche Äpfel
50g Rohrzucker
250g Dinkelvollkornmehl
75g Mandelstift
50g Rosinen
1 Päckchen Backpulver
1 EL Zimt
1 EL Kakaopulver
4 El Apfelsaft
1 EL Rum

Zudem benötigen wir:

eine kleine  Brotbackform (ca. 20 -25 cm lang)
Margarine zum Einfetten (z.B. Sojola) oder Backpapier

Und so wird’s gemacht:

Zuerst kümmern wir uns um die Äpfel. Diese werden geschält, vom Kerngehäuse befreit und anschließend in kleine Stücke geschnitten. Dann legen wir die Apfelstücke in eine Schüssel oder in einen tiefen Teller und geben zunächst den Rum zu den Äpfeln und rühren den Rum unter die Äpfel. Das machen wir dann auch mit dem Rohrzucker. Diese Mischung muss nun für ca. 5 Stunden durchziehen. Am besten bereitet man die Apfel-Rum-Zucker Mischung am Vorabend zu, damit die Mischung schön lange durchziehen kann.

Das ist wichtig, damit der Zucker den Saft aus den Äpfeln ziehen kann. Denn dieser Apfelsaft und der zugesetzte Rum sind letztlich die einzige Flüssigkeit im Teig. Wer hier ungeduldig ist, hat nachher eine zu trockene, nicht zu verarbeitende Teigmasse und muss mit Apfelsaft aus dem Tetrapack nachhelfen.

Bevor es dann am nächsten Morgen oder nach fünf Stunden mit dem Brotteig weitergeht, kümmern wir uns zunächst um die Brotbackform. Diese fetten wir gründlich mit Margarine ein und stellen die Backform anschließend in den Kühlschrank. Wer es nicht so fettig mag kann die Backform auch mit Backpapier auslegen. Hierbei darauf achten, dass das Backpapier an den vier Seiten der Backform mit möglichst wenigen Knicken anliegt.
Nun können wir den Brotteig zubereiten. Zuerst geben wir mit Ausnahme der Apfel-Rum-Zucker Mischung und dem Apfelsaft alle anderen Zutaten in eine große Schüssel und mischen diese gut durch. Dann fügen wir die Apfel-Rum-Zucker Mischung (inklusive dem Saft, der durch das Durchziehen aus den Äpfeln gezogen worden ist) hinzu und heben die Äpfel zunächst vorsichtig unter die anderen Zutaten und kneten dann alle Zutaten zu einem festen Teig. Der Apfelsaft wird nur benötigt, wenn der Teig zu trocken ist. Also nur bei Bedarf und nach Gefühl den Apfelsaft zufügen. In der Regel ist das nur notwendig, wenn man die Apfel-Zucker-Rum Mischung nicht lang genug ziehen lässt.

Derweil können wir den Backofen schon mal auf 170°C (Umluft) vorheizen.

Dann geben wir den Apfelbrotteig in die Backform. Der Teig ist recht zäh und kann daher nicht wie Kuchenteig in alle Ecken der Form laufen. Daher müssen wir den Teig sorgfältig in alle Ecken eindrücken (z.B. mit einem Teigspachtel).

Nun ab in den Backofen und zwar für 65 Minuten.

Anschließend das Apfelbrot in der Form leicht auskühlen lassen. Den Rand mit einem Messer lösen und das Apfelbrot auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen. In Frischhaltefolie gewickelt hält sich das Apfelbrot an einem kühlen Ort lange frisch. Es wird saftiger, je länger es in der Frischhaltefolie ruht. Man kann es aber natürlich auch sofort essen.

Hinweise:

Zum Rum: Natürlich kann man auch auf den Rum verzichten. Ohne Alkohol geht es auch.

Zum Apfelsaft: Bitte beachten, dass nicht jeder Apfelsaft vegan ist. Wir greifen in der Regel auf den naturtrüben Apfelsaft der Marke Amecke zurück.

Zur Teigmenge: Für ein größeres Brot kann man für alle Zutaten ruhig die doppelte Menge nehmen. Dann muss man natürlich auch eine größere Backform aus dem Schrank holen. Hier kann man auch eine runde Springform mit Rohrboden verwenden. Sieht auf einer Kaffeetafel natürlich hübsch aus.