Rebellion Tour 3 – Rückblick

Rebellion Tour 2012

Rebellion Tour 3, 17.03.2012
Essen, Weststadthalle

Sechs Bands an einem Abend in der mir noch völlig unbekannten Essener Weststadthalle. Die Location wirkte von Außen zwar recht schniecke. Doch für ein solches Event war die Halle definitiv eine gute Adresse. Der Sound war super, man hatte Platz satt und zudem immer und von überall einen guten Blick auf die Bühne. Zudem gab es mal wieder lecker Fastfood von der Vegan-Fast-Food-Crew. Beste Voraussetzungen für einen schönen lauten Abend.

Los ging es mit Strenght Approach aus Italien. Die Jungs legten auch gleich ein gutes Brett auf die Bühne. Manchmal etwas holprig. Aber ein guter Start, der Lust auf mehr machte.

Devil In Me - LogoNach nur kurzer Umbaupause stürmten Devil In Me auf die Bühne. Bisher kannte ich die fünf Jungs aus Portugal nur vom Band. Aber schon mit dem Opener haben sie mich in ihren Bann gezogen. Eine wütende Show, ohne dabei die Melodie aus den Augen und Ohren zu verlieren. Super Einstimmung auf H20. Jeder Song prall gefüllt mit positiven Melodien und einer unbändigen Energie. Zudem spielen die Jungs auch musikalisch auf einem hohen Level, so dass die Qualität des Auftritts insgesamt eine hohe Messlatte für die nachfolgenden Bands gelegt hat. Die Jungs haben mich wirklich überzeugt und daher kann ich Devil In Me jedem Musikfreund ans Herz legen.

Dann folgten First Blood aus den USA. Dampfwalzen-Mosh aus San Fransisco. Leider wirkte das recht metallische Tough-Guy-Mosh-Riff-Gewitter im Vergleich zu Devil In Me ein wenig eintönig. Ein krasser Gegensatz zu der Band aus Portugal, die uns zuvor mit melodiösen Hardcore verwöhnt hatte. Doch auch First Blood zeigten eine gute schweißtreibende Show.

Rap und Hardcore? Tja, mit Rap bin ich noch nie wirklich warm geworden. Und daher auch nicht mit Deez Nutz. Musikalisch sind die Jungs aus Australien wirklich super. Aber der Sprechgesang von Frontmann JJ Peters war leider absolut nicht mein Ding. Der Großteil der Zuschauer hatte aber eine Menge Spaß. Die Refrains konnte in den ersten Reihen jeder mitsingen und ständig hüpfen zwei drei Leute von der Bühne. So machte es zumindest Spaß der Band aus sicherer Entfernung zuzusehen.

H20 - LogoVon Australien führte der Weg dann nach New York. In den nächsten vierzig Minuten zeigten H20 in gewohnter Manier das perfekte Zusammenspiel von Hardcore und Melodie. Die fünf Jungs boten einen bunten Querschnitt durch fast alle Schaffensphasen und sorgten für eine euphorisch-positive Stimmung. Es folgte Hymne auf Hymne und eine Menge gute Laune. Was soll ich sagen? Bei jeder H20-Show fühlt man sich fast wie zuhause. Und so auch an diesem Abend.

Für einen gelungenen Abschluss des Abends sorgten Madball. Was soll man zu den New Yorkern noch sagen? Die Jungs haben hunderte weitere Bands in ihrem Schaffen beeinflusst und an diesem Abend wurde mal wieder klar warum. Es ging direkt mit Vollgas los. Der mächtige Madball-Groove brachte einfach alles und jeden in Bewegung. Jeder Song auf den Punkt genau. Schnell, simpel, ein toughes Riffing und ein gewohnt energischer Freddy Chicken, dem nie die Puste ausgeht und der Hardcore lebt. Der Höhepunkt war sicherlich Pride. Freddy, Toby Morse (H20) und Poli (Devil In Me) am Mikro. Hier zeigte sich wieder einmal, dass Hardcore eine große Familie ist. Über Grenzen und Kontinente hinweg.Madball - Logo

 

Rebellion Tour 3. Ein super Abend mit vielen tollen Bands.

Ich freue mich schon auf die Rebellion Tour 4 in 2013.