elf Hardcore-Scheiben für meine Ewigkeit

Oh man, die ersten schönen Tage des Jahres in der Vegan Rock City und schon habe ich es versäumt, obwohl hoch und heilig versprochen, meine 10 Alben für die Monate April und Mai an die Wand zu zimmern. Kann ich das wieder gut machen? Nun, hier ein kleiner Versuch. Der Mai ist noch nicht so lange vorbei und liegt noch irgendwo in meiner Denkfabrik parat. 11 Hardcore ScheibenAber der April? Lang lang ist es her. Aus der Erinnerung verloschen. Daher gibt es heute mal was anderes. Keine zehn Alben für einen Monat. Nein, heute gibt es elf Hardcore-Scheiben für „meine“ Ewigkeit. Es hätten eine Menge mehr sein können. Eigentlich sogar müssen. Aber irgendwann muss ja mal Schluss sein. Dafür aber eine mehr als gewohnt. So als kleine Wiedergutmachung.


elf Hardcore-Scheiben für meine Ewigkeit

 

Siege – Drop Dead

Nachdem ich diese Platte zum ersten Mal gehört habe fühlte ich mich wie gegen die Wand geblasen. Die neun Songs setzten in punkto Geschwindigkeit neue Maßstäbe. Trotz der enormen Geschwindigkeit verfiel man dabie nicht in ein sinnloses Gebolze. Jeder Song hat ein komplexes eigenständiges Grundgerüst und einen hohen Wiedererkennungswert. Die HC-Grindcore-Blaupause schlechthin.

Converge – Jane Doe

Jeder Song sprüht vor Ideen, die alle auf den Punkt gebracht werden. Auch nach dem hundertvierundzwanzigsten Mal findet man noch was Neues. Und ich kann mir nicht helfen. Jeder Song ist ein Schlag ins Gesicht. Du hast schlechte Laune? Dann leg diese Scheibe auf. Hier wird dir erzählt wie schlecht die Welt da Draußen ist. Dagegen sind deine Probleme nur ein kleiner Tropfen im Ozean.

Minor Threat – s/t

Diese Platte ist einer der wenigen echten HC-Klassiker. Diese Platte hat auch nach dreißig Jahren nichts von ihrem Charme verloren. Frisch, spritzig, wütend und einfach zeitlos. Sie haben wie viele Bands beeinflusst?

Rorschach – Protestant

Stockduster und bitterböse. Enorm druckvoll und unglaublich schwer geht es hier zu Werke. Treibende schnelle Knüppelpassagen und schleifende langsame Parts wechseln sich permanent ab. Hat aber nichts mit diesem modernen Screamoschrott zu tun. Intensiv, teilweise schräg und extrem vielseitig.

Die Kreuzen – s/t

Eine unglaubliche Scheibe. Der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib und die Stimmbänder aus der Kehle. Dazu gibt es unglaublich abgefahrene Gitarrenriffs, die jeden Song einzigartig machen. Hier gibt es keine Sekunde Langeweile.

His Hero Is Gone – Fifteen counts of arsen

Gut gespielte wuchtige und druckvolle Songs, wobei der Bass immer im Vordergrund steht. Innovative, atemberaubende, harte und schnelle Songs lassen einen nicht zur Ruhe kommen. Die gesellschaftskritischen Lyrics tun ihr übriges. Aggressiv, finster, übelgelaunt und pessimistisch. Achtung, diese Scheibe ist nichts für schwache Nerven.

7 Seconds – The Crew

Diese Scheibe ist der Prototyp des melodischen Hardcores. Definitiv. Einfache, flotte und fröhliche Songs mit leichten Pop-Einflüssen. Ein super Sänger und viele Mitsingparts. Herrlich. Jeder Song ist ein Hit. Gute Laune kann so einfach sein.

Hammerhead – Das weiße Album

Das ist meiner Meinung nach DIE deutsche Hardcorescheibe. In nur drei Tagen wurden die Songs eingespielt. Das Ergebnis ist völlig verstört und verrückt. Hier wird fast jeder auf recht humorvolle Weise auf die Schippe genommen. Man merkt den fünf Jungs an, dass sie von der Welt völlig angepisst sind. Musikalisch wird unglaublich mitreißender und treibender Hardcore geboten. Was soll ich sagen? Danke Hammerhead! Ihr habt in vielerlei Hinsicht mein Weltbild zerstört.

H2O – Nothing to prove

H2O zeigen hier die perfekte Kombination von Hardcore und Melodie. Mehr gibt es nicht zu sagen. Einfach nur klasse. Ich liebe diese Scheibe.

Septic Death – Now that I have the attention what do I do with it

Puh, härter und schneller geht es kaum noch. Hier wird eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag gelegt, die mich immer wieder fesselt. Zeit zum Luftholen? Fehlanzeige. Der Sänger kreischt und schreit und treibt die Songs noch weiter voran. Ultraschnell, knallhart, kompromisslos. Wahnsinn.

Black Flag – Damaged

Diese Platte glüht vor Energie, Wut und Hass. Ein irrer Sänger und eine unverwechselbare Gitarre. Flotte, kurze und intensive Songs. Rau, kompromisslos und psychotisch.

 

So, das waren die elf Scheiben. Natürlich fehlen noch viele weitere Platten. Und so mancher wird mich verfluchen. Ja, ich weiß. Keine Bad Brains, nichts mit Agnostic Front und so. Hier ging es ja nicht um eine Top “Irgendwas”. Daher keine Panik. Füße still halten. Fortsetzung folgt. Irgendwann.