Napalm Death live im MTC

Napalm Death – live im MTC, Köln, 23.01.2013

Wie ich mir die Hölle vorstelle? Lange überlegen muss ich nun nicht mehr, denn ich habe die Hölle live gesehen. Die Hölle ist keine Fiktion. Die Hölle ist grausame Realität. Ihr Ursprung ist das trübe Birmingham.Napalm Death -Tourplakat - MTC - Cologne Hier ist sie vor 32 Jahren erwacht und wütet seitdem durch diese Welt. Am 23.01.2013 brachte sie das Chaos ins Kölner MTC. Doch die Hölle ist nur ein Synonym. Die Hölle sind Napalm Death.

Es ist ein bitterkalter Abend. Die Kälte frisst sich durch die Kölner Straßen. Ganz anders im MTC. Die Temperatur erreicht hier schweißtreibende Höhen. Der Sauerstoffgehalt hat einen erschreckend niedrigen Pegel. Es herrscht eine gespannte düstere Atmosphäre.

Dann betreten Napalm Death mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht die Bühne. Mit einem kurzen „We are Napalm Death from Birmingham.“ nimmt das Chaos seinen Lauf und ich stehe im unmittelbaren Zentrum der Hölle.

Das Schlagzeug prügelt mir die Seele aus dem Leib. Der Bass gräbt sich in mein Inneres und reißt mir die Eingeweide raus. Die Gitarrenriffs nagen an meinem Verstand. Die Vocals von Mark Greenway verbrennen mein Herz.

Ein sechzig Minuten langes brachiales Grindcore – / Deathmetal- Inferno. Das ist Katharsis pur.

Napalm Death boten ein unglaublich erdrückendes Set aus fast allen Alben der nunmehr 32jährigen Bandgeschichte. Der Sound war super, so dass die Intensität, die Geschwindigkeit, die Brutalität eines jeden Songs den kleinen Raum vor der Bühne erzittern ließen. Jeden Song brachten die vier Jungs professionell mit einer wahnsinnigen Härte auf den Punkt. Extremer und fieser kein eine Liveshow nicht sein. Der absolute Wahnsinn.

Nach einer Stunde stand ich wieder draußen in der eisigen Kälte. Die Erkenntnis, dass ich mich vor der Hölle nicht fürchten muss, nehme ich mit nach Hause.

Zwischen den Songs und nach der Show zeigten sich die vier Jungs aus Birmingham übrigens als gelassene und sympathische Zeitgenossen, mit denen man gerne den einen oder anderen Abend verbringen möchte. Wie gesagt, vor der Hölle muss man sich nicht fürchten.

Hinweis: Wieder einmal war der Besuch im MTC mit einer schier unlösbaren Aufgabe verbunden. Einen Parkplatz in der Nähe des MTC zu finden ist nahezu unmöglich. Daher kann ich der Nachwelt zu den beiden Vorbands – Accuser und Lavatch – leider keine Worte hinterlassen.

 

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