Milch ist gesund – aber nur in der Werbung

Ernährungsexperten der Harvard Universität empfehlen, Soja-, Reis- oder Hafermilch zu komsumieren, statt Kuhmilch.

Nein, das ist keine vegane Besserwisserei. Nein, ich habe diesen Slogan und diese Empfehlung weder auf einem veganen Blog noch auf der Peta-Hompage oder auf der Homepage der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V. gelesen. Im Gegenteil. Nachdem ich den folgenden Artikel gelesen hatte musste ich auch noch einmal an den Anfang der Seite zurückkehren. Nein, ich hatte mich nicht geirrt. Ich las tatsächlich am 07.04.2013 einen Artikel der Deutschen Gesundheits Nachrichten. Auch nicht irgendwo, sondern auf der Homepage der Deutschen Gesundheits Nachrichten. Zudem basiert dieser Artikel auf einer Studie der Havard Universität.

Den Artikel könnt ihr mit ein paar fetten Passagen meinerseits in den folgenden Absätzen nachlesen. Den Originalartikel Milch ist gesund – aber nur in der Werbung findet ihr auf den Seiten der Deutschen Gesundheits Nachrichten.

Auf Werbeslogans, die die gesunden Inhaltsstoffe von Milchprodukten anpreisen, trifft man als Konsument täglich. Ernährungsexperten empfehlen, Soja-, Reis- oder Hafermilch zu komsumieren, statt Kuhmilch.

Wenig wirksam gegen Osteoporose, dafür mit Inhaltsstoffen, die das Krebsrisiko steigern: Das Werbemärchen von der gesunden Milch wird durch neue Studienergebnisse immer stärker angezweifelt. Besonderes Hauptargument der Fürsprecher eines häufigen Milchkonsums ist die angebliche Wichtigkeit des Inhaltsstoffes Kalzium, das tatsächlich in hohem Maße in der Milch vorhanden ist.

Das Mineral helfe bei der Vermeidung von Osteoporose, so die weit verbreitete Meinung. Vor allem bei älteren Menschen führt diese Knochenschwäche oft zu Brüchen. Schon allein der Grad der Kalzium-Aufnahmefähigkeit durch den Menschen ist aber bei Milchprodukten geringer als bei anderen kalziumhaltigen Lebensmitteln, insbesondere bei gewissen Gemüsearten. 30 Prozent sind es bei der Milch, während bei Brokkoli, Rosenkohl und Blattsalaten 40 bis 60 Prozent Ausbeute erreicht werden.

Eine Studie der Harvard University meldet gar Zweifel an der generellen Wirkung des Kalziums an. Die Wissenschaftler der Harvard Public School for Health testeten 75.000 Frauen über einen Zeitraum von zwölf Jahren hinsichtlich des Effektes von Milch auf ihre Knochen. Wie sich zeigte, wurden die Knochen der Testpersonen nicht widerstandfähiger, sondern waren sogar einem höheren Bruchrisiko ausgesetzt. Erklärt wird dieser Zusammenhang mit der Übersäuerung des Körpers, der durch häufigen Milchkonsum ausgelöst wird. Zur Neutralisation entzieht der Körper den Knochen ihren Kalziumvorrat, wodurch die Osteoporoseanfälligkeit steigt.

Für eine bestimmte Gruppe von Menschen ist indes der Milchkonsum schon von vornherein tabu: Durchschnittlich 15 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an einer Form der Laktoseintoleranz. Tatsächlich bergen Milchprodukte aber auch für alle anderen gewisse Gefahren in sich. So weisen viele Milchprodukte einen hohen Anteil an gesättigten Fetten auf, einem Risikofaktor für Herzkrankheiten. Weitere Studien weisen darauf hin, dass Frauen durch die inder Milch enthaltene Laktose einem höheren Risiko von Eierstockkrebs ausgesetzt sein könnten. Bei Männern hingegen dürfte eine hohe Kalziumeinnahme – sei es über Milchprodukte oder über Gemüse – zu einer erhöhten Anfälligkeit für Prostatakrebs führen. In einer weiteren langfristig angelegten Harvard-Untersuchung mit 20.000 männlichen Teilnehmern wurde bei jenen mit mindestens zweimal täglichem Milchkonsum ein um 34 Prozent höheres Risiko auf Prostatakrebs festgestellt als bei jenen, die wenig oder gar keine Milchprodukte zu sich nahmen.

Harvards Ernährungsexperten behaupten auf ihrer Website, sie seien komplett unabhängig von Interessen der Milchwirtschaft. Die Ergebnisse ihrer Arbeit scheinen dies zu bestätigen. Und man liefert auch zahlreicheVorschläge für Ersatzprodukte für die Kuhmilch: von Soja- über Reis- bis hin zu Hafermilch stehen heute bereits einige Ausweichmöglichkeiten in den Regalen. Der Milchwirtschaft könnten die gehäuften Studien zu den Schattenseiten ihres Produktes jedenfalls erhebliches Kopfzerbrechen bereiten.

Auf den Seiten des Zentrums für Gesundheit wurde im letzten Jahr ein ähnlicher Artikel veröffentlicht (Kuhmilch – für die Gesundheit ungeeignet). Hier gibt es weitere Infos und – viel wichtiger – im Anhang eine Menge Studien im PDF-Format (in englischer Sprache) zum nachlesen.

 

Quellen:

http://www.deutsche-gesundheits-nachrichten.de/2013/04/06/milch-ist-gesund-%E2%80%93-aber-nur-in-der-werbung/

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kuhmilch.html

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