reinhören: the sidekicks – awkward breeds

The Sidekicks - Awkward Breeds CoverWas tun mit einem Album, das beim ersten Durchlauf den Erwartungen nicht gerecht wird, aber trotzdem irgendwie hängen bleibt? Einfach mal kurz in sich gehen, denn man ist ja doch angenehm überrascht. Die Scheibe noch einmal auflegen und genauer hinhören. Und man wird feststellen, dass genau das vom neuen The Sidekicks Album zu erwarten war. Mit Awkward Breeds sind die vier Jungs lediglich den nächsten Schritt auf der Suche nach Ihrem eigenen Sound gegangen. Was sich auf Weight Of Air bereits angedeutet hatte wurde nun konsequent weiter verfolgt. Der alte Punk- und Schrammelsound des ersten Albums wurde endgültig über Board geworfen. Ohne diesen Ballast und mit der so gewonnenen Leichtigkeit haben The Sidekicks mit Awkward Breeds den Soundtrack für laue und verträumte Sommernächte geschrieben.

Ein Soundtrack, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Oft enorm reduziert, aber stets auf den Punkt gebracht. Klingt nach wenig, wird aber keinem der Songs auch nur ansatzweise gerecht. Diese kommen mit einer enormen Lockerheit daher, wirken beherzt, oftmals kindlich trotzig. Mal steht der Gesang von Steve Ciolek im Vordergrund, dessen Stimme zwischen verletzlich, ja zerbrechlich und unbeschwert, ja lebensfroh hin und her pendelt. Dann drängen sich die Gitarren mit verspielten Riffs und dynamischen Rockelementen in den Vordergrund. Das Schlagzeug treibt dabei im Hintergrund, prescht dann nach vorne, sucht das Tempo und zieht sich doch immer wieder dezent zurück. Harmonische Tempowechsel sorgen für noch mehr Abwechslung. Lassen die Stimmung zwischen fröhlich und melancholisch hin und her schwanken. Schön verpackt zwischen süßen Power-Pop und dynamischen Rock machen The Sidekicks so jeden Song zu etwas Besonderen.

DMT startet mit einem eingängigen Intro und setzt anschließend den fröhlich-traurigen Rahmen für den Großteil der Songs. Peacock beginnt schwungvoll und heiter. Findet sein Ende jedoch in einem tiefgreifenden Schmerz. 1940′s Fighter Jet hingegen beginnt nachdenklich. Wird melancholisch. Doch am Schluss bäumt sich der Song noch einmal kurz auf und lässt ein Lächeln zurück. The Whale And Jonah treibt zunächst langsam und verträumt daher. Schreit im Refrain auf. Ein mitreißendes Gitarrensoli leitet schließlich ein kurzes herzvolles Finale ein. Das abschließende Daisy rockt gewaltig und zeigt, dass, trotz Traurigkeit, Melancholie und Verletzlichkeit ,diese Scheibe insgesamt eine überaus positive Stimmung aufbaut und nichts als Zufriedenheit zurücklässt.

Ein Wechselbad der Gefühle könnt Ihr Euch bereits in der Uncle M Soundcloud anhören. Oder auch gleich hier:

Das Album, das am 19.04.2013 via Side One Dummy in Europa veröffentlicht wird, könnt Ihr bereits bei Finest Vinyl vorbestellen (Vinyl lieferbar ab dem 26.04.2013).

Nicht verpassen: The Sidekicks live auf Tour

22.04.2013 DE – Hamburg, Rote Flora
23.04.2013 DE – Berlin, Ramones Museum
23.04.2013 DE – Berlin, White Trash
24.04.2013 DE – Frankfurt, KOZ
10.05.2013 DE – Köln, Aetherblissement
12.05.2013 AT – Graz, TBA

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