Terror – live in Bochum

Bochum – Bahnhof Langendreer (20.06.2013)

Terror live in Bochum 2013

Vor rund drei Monaten haben Terror ihr neues Album Live By The Code in die Läden gebracht. Nun eröffneten die Jungs aus dem sonnigen L.A. im Bochumer Bahnhof Langendreer ihre Europatour, um die Songs der neuen Scheibe hier in Europa live zu rocken. Der neuen Scheibe haben die fünf Kalifornier zudem – in Form eines schicken kleinen DIY-Fanzines – ihren Code, den Terror Code, beigelegt. Daher gab es nun auch die Gelegenheit dem Rest der Welt zu zeigen, das sich hinter diesem Code mehr als nur Worte verstecken.

 

„Support your local scene.“

So lautet einer der Punkte des Codes. Daher standen mit Forever Young Viktoria! und Strenght gleich zwei junge Bands aus dem Ruhrgebiet auf der Bühne. Beide Acts lieferten ein solides Hardcore-Brett mit vielen guten, teilweise auch verspielten, Gitarrenparts. Definitiv kein eintöniges Rumgebolze, sondern durchaus mit viel Spielwitz. Zudem wurde auf fette Moshparts weitestgehend verzichtet, so dass vor der Bühne keine dämlichen Kickboxjünger zu sehen waren und der Abend einen friedlichen Anfang nahm. Wie so oft war die Halle für diese kleinen Bands zwar viel zu groß. Dennoch nutzten beide Bands die Chance sich mit einem sympathischen Auftritt und vielen lockeren Sprüchen einem größeren Publikum vorzustellen. Beide Bands wussten auf jeden Fall zu gefallen und werden in kleinen Clubs und JZ mit ihrem fetten Sound bestimmt die Wände einreißen..

Umso unsympathischer war der folgende Auftritt von alpha & omega. Musikalisch gab es zwar ein gewaltiges Moshgewitter, das das Parkett zum Beben brachte. Doch sichtlich von den plötzlich auftretenden technischen Problemen angenervt, verweigerten die vier Jungs fast jegliche Kommunikation mit dem Publikum und verließen nach einem unverschämt kurzen Auftritt wortlos die Bühne.

Mit den gleichen Problemen mussten sich anschließend auch Terror rumschlagen. Allerdings nahmen die Jungs das recht gelassen. Hey, das ist eine Hardcore-Show. Von diesen Kleinigkeiten lassen sich Terror nicht aufhalten. Das gilt auch, wenn ein Gitarrist ausfällt. Dann brettert man kurzerhand nur zu viert durch das an diesem Abend recht kurze Set. So gingen zwar insbesondere die melodischen Parts der Keepers Of The Faith Scheibe etwas unter. Dennoch konnten die Jungs voll und ganz überzeugen.

„Sei immer voll bei der Sache und gib immer 100 Prozent. Egal was auch passiert.“

So könnte man einen weiteren Terror-Code auslegen, der dann zu Folgendem führt: Terror kommen auf die Bühne und walzen einfach in gewohnter Manier alles nieder. Druckvoll, schnell und wütend. Mangelnde Technik oder Bandpersonal wird durch Energie, Leidenschaft und Charisma wieder ausgebügelt, so dass keine enttäuschten Gesichter zurückbleiben. Lediglich das recht kurze Set von Terror sorgte für etwas Trübsal. In Erinnerung geblieben ist aber trotzdem ein erneut guter Auftritt der „vier“ Jungs aus L.A.

An dieser Stelle auch ein dickes Danke an Backs von Positive Records, der immer wieder tolle Bands nach Deutschland holt und lokale Bands mit auf die Bühne bringt (getreu dem „Terror-Code“).

 

Hinweis: Der Konzertflyer wurde mir freundlicherweise von Postive Records zur Verfügung gestellt.

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