reinhören: voltage – ain’t nothing 7‘‘

Voltage - Ain't Nothing EPDu bist mal wieder so richtig angepisst und du stehst kurz davor alles kurz und klein zu schlagen? Du brauchst dringend ein Ventil, um alles rauszulassen, was Dir auf der Seele brennt? Dann leg diese 7-inch aus dem Hause Voltage auf, dreh den Lautstärkeregler hoch und in den nächsten Minuten wird diese vertonte Abrissbirne all‘ das für Dich erledigen. Egal was auch immer grade im Weg steht wird durch die sieben Songs auf Ain’t Nothing in weniger als zehn Minuten gnadenlos niedergemacht.

Das Intro und der erste Song Ain’t Nothing zeigen sich als Sammelbecken für eine riesengroße Portion Wut, das sich ganz langsam und bedrohlich zu einem Pulverfass aufbauscht. Im nächsten Song knallt es dann. Und zwar so richtig. Ohne Atempause, ohne auch nur einmal Luft zu holen prügeln sich Voltage in sieben kurzen Attacken die Seele aus dem Leib. Klingt nach stumpfer Gewalt, doch weit gefehlt. Das hat Biss, das hat Charme. Denn irgendwie finden sich in diesem Gewitter diese kleinen Details wieder, die eine fette Spannung in die sonst schnörkellosen Songs bringen. Mal angepisst und wütend. Mal finster und fies. So stehen Hochgeschwindigkeitspassagen im gelungen Wechselspiel mit plötzlichen Midtempoparts. Immer kurzweilig – jeder Song balanciert an der Minutengrenze – und überraschend. Lediglich ein kurzes Gitarrensoli in New Face und ein rockig groovendes No Exile können dieser treibenden Dynamik oder vielmehr Hetzjagd für wenige Augenblocke trotzen. Werden aber nach kurzer Dauer wieder überfallartig niedergemacht. Darüber brüllt, schreit und wütet ein Sänger mit einer unglaublich rotzigen Stimme, die klingt als würde sie alles abgrundtief scheiße finden.

Insgesamt gelungener, weil kompromissloser und eingängiger 80er Hardcore-Punk mit eigener Note. Voltage eben. Das kracht und scheppert. So muss es sein. Yeah.

Voltage – Ain’t Nothing 7‘‘

Label: This Charming Man Records
VÖ: 20.11.2013

Trackliste
A1. Intro
A2. Ain’t Nothing
A3. No Exile
A4. Absurd Vision
B1. New Face
B2. Rabbit Hole
B3. Twisted Views
B4. Voltage Crew

Hinweis: Das Coverfoto wurde mir freundlicherweise von Backstage Broadcast PR zur Verfügung gestellt.