rohvegane Experimente mit Suchtgefahr

Inspiriert durch eine nette Lektüre „Rohvegan – Mein 4-Wochen Selbstversuch“ (Rezension) habe ich mich in den letzten Wochen ein wenig mehr mit dem Thema „rohvegan“ beschäftigt. In erster Linie wollte ich weitere leckere Gericht entdecken, die ohne viel Aufwand, also auch ohne kochen und backen, und mit nur wenigen Zutaten zubereitet werden können. Dabei sollte es nicht nur mir schmecken, sondern vor allem unserem Nachwuchs. Neben diversen Haptgerichten standen vor allem die süßen Verführungen auf der Liste. Kinder mögen nun einmal gerne Süßigkeiten und Schokozeugs zum Nachtisch oder für Zwischendurch. Wobei, eigentlich ja immer und überall. Zumeist ist dann jedoch Zucker neben Fett einer der Hauptzutaten. Berücksichtigt man jedoch den rohköstlichen Aspekt gibt es hier jede Menge Zutaten, die durchaus auch eine sehr süße Note haben, jedoch nicht diesen teuflischen ‚Zucker- Beigeschmack‘ (in doppelter Hinsicht) mitbringen. Doch natürlich bleiben auch rohvegane „Süßigkeiten“, wie alle anderen auch, die Ausnahme.

Nun muss ich gleich gestehen, dass ich Datteln und Trockenobst in (fast) jeder Variante liebe. Ein Müsli ohne (Aufzählung lediglich beispielhaft) Rosinen, Datteln oder Aprikosen? Unvorstellbar! Daher war ich hocherfreut, dass ich auf zwei wunderbare Rezepte mit Datteln gestoßen worden bin, die bereits nach den ersten Kostproben eins klar gemacht haben: ss besteht höchste Suchtgefahr.

Zunächst ein Schokotraum als Dessert: Schoko-Dattel-Avocadocreme

Mein Sohn und ich können davon einfach nicht genug bekommen. Ob pur oder mit Sojasahne (man darf ja auch mal sündigen) oder mit Obst wie Bananen und Ananas oder auf Pancakes oder, ach, oder oder oder, einfach und wirklich unwiderstehlich. Zudem liebe ich neben Datteln auch Avocados (als Guacamole oder in Scheiben auf Brot) und somit ist das eine geniale Kombination. Und der Titel lässt es bereist vermuten. Drei Zutaten plus Wasser, das war’s auch schon. Einfach alles zusammen in einen leistungsstarken Mixer geben und für etwa eine Minute auf höchster Stufe mixen. Anschließend in Dessertschälchen oder in eine verschließbare Vorratsbox (Tupperdose) füllen und kühlstellen. Das Schokomus hält sich im Kühlschrank auf jeden Fall fünf Tage. Doch das ist die Theorie. Ich garantiere, dass nach nur kurzer Zeit nichts, wirklich nichts mehr übrig bleibt.

rohveganes Avocado-Dattel-SchokomusNeben diesem Schokotraum bin ich über Claudi goes vegan auf diese wahnsinnigen Bällchen gestolpert. Erdnüsse (ungesalzen), Datteln (eingeweicht) und Kakao, ja richtig, wieder werden nur drei Zutaten benötigt. Alles zusammen in den Mixer geben und auf höchster Stufe mixen bis sich ein Klumpen gebildet hat. Aus diesem dann vielen kleinere Kugeln (ca. 2cm Durchmesser) formen und, nein noch nicht aufessen, auch wenn die Versuchung wirklich groß ist, für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Dann darf man… Die Kugeln haben tatsächlich einen intensiven Karamelgeschmack und erinnern daher in Kombination mit den Erdnüssen an die allseits bekannten Snickers-Riegel. War die Muße hat, kann die Kugel auch noch mit einer Schokoladenglasur überziehen. Dann ist wohl alles perfekt, doch dafür besteht definitiv kein Grund.

rohvegane Snickers-KugelnNatürlich bietet die rohvegane Ernährung ein sehr weites Spektrum an leckeren Gerichten. Die beiden hier aufgeführten sind lediglich ein erster kleiner Schritt, der unsere Küche und unseren Esstisch verlassen hat. Weitere Erfahrungsberichte werden und sollen folgen.

Quellen:
Schokomus: Rohvegan von Claudia Renner
Snicker-Bällchen: Claudi goes vegan