Rezept: MexTex-Blätterteig-Auflauf

TexMex in BlätterteigKennt Ihr das? Am letzten Wochenende mal wieder eine riesengroße Portion Chili zubereitet und ein großer Rest steht immer noch im Kühlschrank? So erging es uns vor ein paar Wochen. Bei der Überlegung was man damit anstellen könnte – ja wieder Chili mit Tortillachips oder Brot und Salat wäre eine Lösung, doch etwas frischer Wind in die verstaubte Rezeptsammlung kann nicht schaden – fiel mir ein Rezept aus einen Rezeptbuch (The Lotus und the Artichoke) ein. Wie wäre es mal mit Blätterteigauflauf? In dem Buch gab es diesen zwar mit einer süßen Füllung, doch warum sollte das nicht auch mit einer herzhaften Füllung funktionieren? Daher nicht groß Fragen stellen, sondern einfach mal ausprobieren. Das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen, sondern schmeckt sowohl frisch aus dem Backofen als auch kalt am nächsten Tag im Büro oder unterwegs.

veganer MexTex-Blätterteigauflauf (Rezept #75)

Was man alles braucht (für 4-5 Portionen):

Entweder Ihr bereitet Euer liebstes veganes Chili zu oder habt noch Reste wie wir vom Vortag (in beiden Fällen entfällt der Großteil von Teil 1 unter „So wird’s gemacht“) oder Ihr testet einfach mal die folgende Füllung.

Für die Füllung:
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
200g Räuchertofu (z-B. von enerBio von Rossmann)
1 Dose Mais (abgegossen)
1 Dose Kidneybohnen (abgegossen)
1 Dose Pizzatomaten
1 TL Bohnenkraut
2 Tl Oregano
2 TL Paprikapulver
1 TL Kräutersalz
½ TL Cumin
2 gehäufte EL Tomatenmark
3 EL Agavendicksaft
Chili nach Belieben
Pfeffer zum Abschmecken
Öl zum Andünsten (z.B. Rapsöl)

optional
50g vegane Zartbitterschokolade (bereits geraspelt)

Sonstiges:
1 Packung Blätterteig (6 Blätter)
Margarine zum Einfetten (z.B. Sojola)
1 Back- / Auflaufform (rechteckig, ca. DINA4-Größe, recht flach, ca. 3 cm hoch)

optional
etwas Sojacuisine oder pflanzliche Sahne

So wird’s gemacht:

Teil 1
Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln häuten, in kleine Stücke schneiden und in das heiße Öl geben. Knoblauch durch eine Knoblauchpresse quetschen, autsch, und zusammen mit dem Bohnenkraut in die Pfanne geben. Alles gut verrühren und für ein paar Minuten andünsten bis die Zwiebeln leicht braun werden. Jedoch aufpassen, Knoblauch hat die Neigung gerne und schnell anbrennen zu wollen. Also, hin und wieder umrühren.

Den Räuchertofu zerkrümmeln, in die Pfanne geben, unter Zwiebeln, Knoblauch, Bohnenkraut rühren und alles zusammen für 5 Minuten andünsten.

Dann alle anderen Zutaten hinzugeben (außer dem Pfeffer) und gründlich vermischen. Kurz aufkochen lassen und für ca. 10 Minuten auf kleiner Stufe blubbern lassen. Mit Pfeffer abschmecken. Fertig. Das „Chili“ sollte auf jeden Fall nicht zu dickflüssig sein. Bei Bedarf kann man etwas Tomatenpassata und pflanzliche Brühe hinzugeben (oder anstatt der Brühe die Menge der oben aufgeführten Gewürze etwas erhöhen).

Die Pfanne von der Herdplatte nehmen und für ca. 30 Minuten abkühlen lassen.

Hier können wir schon einmal den Blätterteig aus der Packung holen und die einzelnen Blätter auf einem Backblech (mit Backpapier ausgelegt) auslegen und antauen lassen.

Teil 2
Bevor wir loslegen können wir den Backofen schon einmal auf 180°C (Umluft) vorheizen. Und nun kommt der etwas kompliziertere Teil.

Nun fetten wir die Auflaufform gründlich mit Margarine ein.

Jeweils zwei Blätterteigblätter bilden den Boden, zwei den Mittelboden und zwei den Deckel des Auflaufs. Zunächst zwei Blätter vorsichtig auf eine quadratische Größe ausrollen und dann in die Form legen. Die beiden Blätter sollten sich etwas (2 cm) überlappen und zudem am Rand der Form hochlaufen.

Nun die Hälfte der Chili/MexTex-Pfanne in die Form geben und gleichmäßig verteilen. Anschließend wieder zwei Blätter vorsichtig auf eine quadratische Größe ausrollen und über die Füllung legen. Die Blätter sollten sich wieder überlappen und breiter sein als die Form, d.h. wieder an der Form hochlaufen und sich daher mit den ersten beiden Blätter überlappen. Nun kann man beide Schichten an den vier Seiten vorsichtig zusammen drücken.

Nun den Rest der Chili/MexTex-Pfanne in die Form geben und erneut gleichmäßig verteilen. Die beiden verbliebenen Blätter ausrollen (siehe oben) und auf die Füllung legen. Die beiden Blätter sollten sich wieder ein wenig überlappen. Hier dann beide Blätter etwas zusammen drücken. An den Rändern sollten die Blätter nun über die Form herausragen (bzw. an der Form hochlaufen, falls die Form entsprechend hoch ist. Den Randbereich der „Deckelblätter“ nun hinter die ersten beiden Schichten an den Rand der Form legen (also nach unten knicken) und etwas zusammendrücken.

So, ich hoffe, dass das verständlich war. Nun sind wir aber auch schon fast fertig. Die oberste Blätterteigschicht noch mit etwas Sojacuisine oder mit pflanzlicher Sahne bestreichen und anschließend die Form für ca. 25 Minuten in den vorgeheizten Backofen schieben.

Nach 25 Minuten sollte der Blätterteig durch sein. Die oberste Schicht sollte knusprig braun sein.

Und nun? In kleine Portionen scheiden, mit etwas Joghurt, äh Sojaghurt-Kräutersoße und grünem Salat servieren und schmecken lassen.

Hm, guten Appetit.

Hinweise:

  • Die Backzeit kann von Backofen zu Backofen variieren. Daher nach ca 20. Minuten hin und wieder in den Ofen schauen.
  • Chili nur nach Bedarf und Belieben in die Füllung geben.
  • Beim Einkauf bitte die Zutatenliste auf der Blätterteigpackung in Ruhe durchlesen. In der Regel kommt Blätterteig ohne tierische Zutaten aus. Doch die kleinen Fallen des Alltags gibt es überall und immer wieder.
  • Bei der Größe der Form sollte man sich nicht zwingend festlegen. Einfach nehmen was da ist und ein wenig improvisieren.