Rezept: Ideen für vegane Burger und meine liebste Zeitung

Nachdem meine liebste Zeitung in einem aufschlussreichen Beitrag ihrer Onlineausgabe allen vegan lebenden Menschen aufgezeigt hat, dass kein Fleisch auch nicht glücklich macht und vegane Tintenfischringe mit Sojasprühsahne recht ungesund und bisweilen sogar lebensgefährlich sein können, sehe ich mich nun doch genötigt mal ein weniger gesundes Rezept zu veröffentlichen. Schließlich kann man der ZEIT ja nicht widersprechen. Und sollte es wirklich Veganer_innen geben, die dem Irrglauben verfallen sind, dass vegane Fakeprodukte gesund oder nahrhaft sind – mir ist nämlich immer noch nicht klar an wen der Beitrag überhaupt gerichtet war -, dann hat die ZEIT mit dem Glauben, dass vegane Ernährung per se gesund ist, nun (hoffentlich) endgültig aufgeräumt. veganer Falafelburger
Allerdings frage ich mich, wer das jemals behauptet hat. War da nicht was mit gesund und „vollwertiger pflanzlicher Ernährung“? Naja, ist natürlich nicht so wichtig, kann man mal vergessen oder einfach ignorieren. Schließlich sorgt ein guter Aufhänger für mehr Klicks und Leser. Den Artikel auf ZEIT-Online findet Ihr übrigens hier. Schaut mal rein, vielleicht kommt Ihr ja auf den Geschmack. Die wichtigste Aussage steht übrigens im letzten Abschnitt. Doch aufgrund der vorherigen Zeilen hat dieser fast keine Bedeutung mehr.

Wie dem auch sei? Hier nun unsere Anleitung für ungesunde vegane Burger, die man natürlich mit einer großen Portion Pommes rot-weiß genießen sollte. Salat und Co. sind ja viel zu gesund und daher eher unpassend. Ja gut, natürlich könnte man den Salat mit veganen Tintenfischringen – das schreibt sich schon unappetitlich und eklig – garnieren und ein Dressing mit Sojasprühsahne literweise drüber schütten. Es mag ja Veganer_innen geben, die genau das mögen und vor nichts fies sind.

vegane Burger in vielen Variation (Rezept #79)

Was man alles braucht (natürlich alles in veganer Form):

  • Burgerbrötchen (gibt es in fast jedem Discounter oder Supermarkt)
  • pflanzliche Burger (mit möglichst vielen Zutaten, die eigentlich gar nicht notwendig sind, und vor allem einer großen Palette E-Nummern)
  • Ketchup
  • Mayonnaise
  • Tomaten in Scheiben
  • Salatblätter (bevorzugt Eisberg)
  • Zwiebeln in Scheiben
  • Gurken in Scheiben

optional: Senf und Käse

Und so wird’s gemacht:
Burger anbraten. Das Burgerbrötchen halbieren und die untere Brötchenhälfte ordentlich mit Ketchup bestreichen. Dann ein Salatblatt und einen Burger drauf legen. Den Burger mit reichlich Mayonnaise bestreichen, mit Tomaten-, Zwiebel- und Gurkenscheiben belegen, noch eine Ladung Ketchup drauf und zu guter Letzt die obere Brötchenhälfte drauflegen.

Fertig. Hm, richtig lecker.

In welcher Reihenfolge ihr die Zutaten stapelt ist natürlich Euch überlassen. Eine Scheibe Käse und etwas Senf machen sich auch sehr gut und sorgen für etwas Abwechslung. Zudem kann man den Ketchup auch durch eine Burgersoße (gibt es zum Beispiel von Hela) ersetzen.

Es geht auch anders:
Ja, Burger können auch durchaus gesund zubereitet werden, indem man die oben aufgeführten Zutaten beispielsweise wie folgt ersetzt:

  • Burgerbrötchen durch Vollkornbrötchen (d.h. auch mit Vollkornmehl)
  • „guten“ Ketchup in Bioqualität gibt es im Bioladen oder bei dm, der mit wenig / ohne Zucker und einigen wenigen Zutaten auskommt
  • Mayonnaise kann man schnell und einfach selber machen, hier ein Rezept. Natürlich sollte man aufgrund des hohen Ölanteils sparsam mit der Mayonnaise umgehen.
  • Burger oder Bratlinge kann man ebenfalls leicht selber machen (z.B. Grünkernburger) oder man verwendet eine Fertigmischung zum Anrühren in Bio-Qualität. Diese kommen in der Regel ohne E-Nummern etc. in der Zutatenliste aus. Beim Formen der Burger oder Bratlinge sollte man darauf achten, dass Burger bzw. Bratlinge und Burgerbrötchen annähernd gleich groß sind.
  • Falafel als Burger macht sich auch sehr gut
  • ein knackiger Weißkohlsalat sorgt für Spaß und Crispy-Feeling
  • Humus als Ketchup- oder Mayoalternative hat auch Charme
  • Avocadomus ebenso
  • ein Chili-Dip sowieso

So, guten Appetit, Und dabei könnte man nun in der ZEIT blättern…