ZEIT ONLINE am Weltvegantag – eine zivilisatorische Entscheidung

Am Samstag war Weltvegantag und daher gab es wie jedes Jahr eine Menge Beiträge rund um das Thema Veganismus (nicht nur) in der Onlinewelt zu lesen. Gefühlt waren die meisten Beiträge jedoch eine Wiederholung der Vorjahre. Wenn ich ehrlich bin, die meisten Artikel habe ich gar nicht erst zu Ende gelesen oder recht schnell wieder vergessen. Der Beitrag “ Was auf dem Teller landet“ auf ZEIT ONLINE hingegen hat mich sehr lange, ja über das ganze Wochenende hinweg, beschäftigt. Warum? Nun, die Autoren setzten auf die Macht der Bilder – zwischen schön und erschreckend traurig – und trafen damit, zumindest bei mir, genau ins Schwarze oder besser gesagt, ins Herz.

Hier der recht kurze Text, die Bilderreihe könnt Ihr Euch auf ZEIT Online anschauen (Link siehe untern).

Das Verhältnis von Mensch und Tier ist seit Menschengedenken belastet. Entweder jagt das Tier den Menschen oder der Mensch das Tier. Wobei letzteres kein Naturgesetz, sondern eine zivilisatorische Entscheidung ist. Ganz ohne töten, das schaffen nur die Veganer. Deshalb zeigen wir zum Weltvegantag am 1. November die schönsten Tierbilder der Fotografen der Agentur Magnum. Von Rindern auf Spaziergang, Quallen im Schwebezustand und Krokodilen in Aktion. Von Lebewesen, die sonst auf dem Teller landen, die Füße wärmen oder als Handtasche am Arm baumeln.

Quelle und Bilderreihe: http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2014-10/magnum-tiere-veganer-fs

Noch einmal deutlich: Der Mensch jagt das Tier. Übertragen, der Mensch isst das Tier. Allerdings ist das kein Naturgesetz, sondern eine zivilisatorische Entscheidung. Dieser Satz schwebte über der gesamten Bilderreihe, bei den schönen und anmutigen wie auch bei den wie ich finde sehr traurigen Bildern, die durch die triste schwarz-weiß Optik perfekt in Szene gesetzt worden sind.

Eine zivilisatorische Entscheidung. Darum werden 100.000 Krokodile für Handtaschen und Schuhe gehalten und getötet. Darum können heutzutage Schweine wie Gebrauchsgegenstände über’s Internet bestellt werden. Darum werden unzählige Truthähne auf engsten Raum eingesperrt, gemästet und getötet.

Eine zivilisatorische Entscheidung. Und diese Aufzählung könnte man endlos fortführen. Auch das wäre dann das Zitieren zivilisatorischer Entscheidungen. Tja, da kann die Menschheit sicherlich stolz drauf sein. Stolz, auf solch wundervolle zivilisatorische Errungenschaften. Hut ab.

Consume & Kill
(Man Lifting Banner)