vegan Wednesday #141 und der Welthunger aus zweierlei Sicht Teil 2

vegan Wednesday LogoWie auch in der letzten Woche möchte ich hier noch einmal die Expo 2015 in Mailand und eins der zentralen Themen besuchen. „Wie können alle Menschen der Welt in Zukunft ernährt werden – ohne dabei die Umwelt auszulaugen?“ Denn gesagt ist noch lange nicht alles. Nein, während insbesondere der Fleischkonsum maßgeblich zur Zerstörung des blauen Planten und zum Welthunger beiträgt (siehe vegan Wednesday der letzten Woche), setzen wir, die lieben Wohlstandsbürger*Innen, noch einen oben drauf. Genug ist ja allgemein bekannt nie genug.

Wir produzieren Nahrung. Wir kaufen Nahrung. Und wir schmeißen Nahrung weg. Ja, während anderswo Menschen verhungern, schmeißen wir Nahrung, die in vielen Fällen auch noch essbar ist, weg. Einfach weg. Jaja, bevor sich nun jemand beschwert. Natürlich nicht alle von uns. Vielleicht nur 99,8 Prozent von uns. Umgerechnet bedeutet dies laut Fleischatlas 2014 (den ich übrigens sehr lesenswert finde), dass jede*r Deutsche im Jahr 82 Kilogramm Nahrung wegwirft. 82 Kilogramm, wovon knapp zwei Drittel noch essbar gewesen wären. So viel sieht manches Kind ein ganzes Jahr, womöglich Leben nicht. Wie war das mit dem Welthunger? Die einen haben Hunger, die anderen werfen Nahrung einfach weg. Abgesehen davon, auch (nicht nur) Fleisch wird in großen Mengen weggeworfen. Ich wiederhole mich. Fleisch, Zerstörung der Umwelt. Wofür? Für den Müll! Ihr lieben Lebewesen, die ihr euch Mensch nennt, nun mal ehrlich, läuft da nicht irgendwas gewaltig schief? Der nächste Restaurantbesuch wird zeigen, dass es den meisten Menschen jedoch schei… egal ist. Hauptsache es schmeckt und die sozialen Gepflogenheiten bleiben gewahrt.

Das war die eine Seite und das die andere: Jede*r Deutsche schmeißt im Schnitt auch 4,3 Kilo Fleisch auf den Müll. Das bedeutet, dass 45000000 Hühnchen, 4000000 Schweine, 200000 Rinder (ich bin ein Freund der vielen Nullen, diese sind einfach plakativer als Buchstaben) nicht für den Fleischkonsum hätten getötet werden müssen. Moment. Wir pferchen Tiere auf engsten Raum zusammen, quälen sie, vergewaltigen sie, töten sie und werfen das, wofür wir ihnen all das angetan haben, anschließend einfach weg. Wir, die wir uns zivilisiert nennen. Haha. Man nennt das Verschwendung. Richtig. Doch in diesem Zusammenhang fehlen unter anderen die Worte „blind“, „egoistisch“ und „grausam“. Bevor ich mich nun in Rage schreibe, heute ist ja vegan Wednesday und der sah wie immer friedlich aus.

Frühstück am vegan Wednesday

Ein erneuter Tag im Homeoffice und zudem eine Tag ohne Sport. Dennoch begann der Tag wie jeder andere. Ein großer grüner Smoothie legt den Grundstein, der durch eine Portion Müsli gefestigt wird. Zwischendurch noch reichlich Tee. So zieht der Arbeitsvormittag entspannt an mir vorbei. Natürlich mit jeder Menge Musik, einer der Vorteile, wenn man daheim arbeiten kann. Das fanden auch Pilot To Gunner, Alpinist, Heather Nova, Neurosis und einige andere.

Mittagessen am vegan Wednesday

In der Mittagspause gab es einen leckeren Rotkohlsalat mit Erdnuss-Kirschdressing, Walnüssen und Räuchertofu. Nach der Arbeit haben unser Sohn und ich schon mal den Nachtisch für das Abendessen vorbereitet. Rohveganes Schokomus aus Avocados, Datteln, Bananen und Kakao. Etwas genascht haben wir natürlich auch. Dann ging es zum Training und am frühen Abend stand das Abendessen auf dem Terrassentisch.

Rotkohlsalat mit Erdnuss-KIrsch-Dressing

Abendessen am vegan Wednesday

Auf unsere veganen Speisekarte stand heute: Dahl aus roten Linsen mit Erbsen und selbst gebackenes Tomaten-Zwiebelbaguette. Linsen sind ja reich an Eisen, daher gab es auch Vitamin C in Form von Petersilie und Multivitaminsaft. Schokomus zum Dessert und wir allen waren satt und glücklich.

rotes Dahl mit Erbsen und Tomatenbaguette (vegan)

Und natürlich habe ich mal wieder all die Kleinigkeiten vergessen: Sojadrink, Obst, Milchkaffee (ups, Sojadrinkkaffee, Haferkakao (für unseren Sohn), Nüsse, Trockenobst und vieles mehr.

Nächste Woche gibt es an dieser Stelle keine Worte, denn wir fahren in den Urlaub. Bis dahin, habt eine tolle Zeit.

Hinweis für die Szenepolizei: Für den Nachschlag gibt es natürlich kein Foto. Falls also jemand der Meinung ist die Portionen sind zu klein, dem sei gesagt, dass man auch gemütlich und in Ruhe mehrere Portionen nacheinander essen kann. Vitamin B12 un Vitamin D gab es natürlich auch. Aber das ist definitiv kein Foto wert.