vegan Wednesday #143 und die Qual des Läufers beim Berglaufen

vegan Wednesday Logo Ihr seid auch begeisterte Läufer*Innen? Prima. Falls nicht, es ist nie zu spät damit zu beginnen. Ihr seid noch nie in der Eifel gewesen? Nein? Dann solltet ihr das dringend nachholen. Wir waren zuletzt für acht Tage in der Eifel im Familienurlaub und schon nach wenigen Stunden musste ich mich fragen, warum ich seit vielen vielen Jahren nicht mehr hier gewesen bin. Dabei ist die Eifel gerade einmal zwei Autostunden von Duisburg entfernt. Warum erzähle ich das jetzt? Zum einen ist die Eifel ein wunderschönes Fleckchen Erde und zum anderen ist das Laufen in der Eifel eine ganz besondere Herausforderung. Zumindest wenn man weitestgehend die flachen Laufstrecken im nicht minder schönen Ruhrgebiet gewohnt ist. Sicherlich, auch hier geht es mal bergauf. Aber das ist kein Vergleich mit den „Hügeln“ der Eifel.

Bevor nun jemand den Finger hebt, ja, in den Alpen, Pyrenäen oder anderen Gebirgslandschaften ist das natürlich noch extremer. Zurück in die Eifel. Raus aus dem Bett. Ein Glas Smoothie. Rein in Laufklamotten und –schuhe. Musik an und los. Während noch keine Menschenseele unterwegs ist, zumindest bin ich über keine gestolpert, laufe ich durch die herrliche Landschaft, genieße die Morgensonne, sage Hasen, Rehen, Eichhörnchen guten Morgen und frage mich dabei, warum ich eigentlich so bescheuert bin, diese blöden Berge hochzulaufen. Mein Puls erklimmt nämlich gerade für mich unbekannte Höhen, meine Beine stehen kurz davor zu rebellieren und ich bin immer noch nicht oben angekommen. Verflucht, das ist zudem nicht der letzte Anstieg. Selbst die lieben netten Kühe auf der großen grünen Wiese nebenan schauen mir mitleidig ins Gesicht. Oder ist das Schadenfreude? Schließlich stehen sie ja jeden Tag (und hoffentlich noch viele weitere) auf dieser steilen Wiese. Dann endlich, es wird flacher, mein Puls beginnt überraschend schnell wieder zu sinken und dann geht es auch wieder bergab. Unglaublich, aber ich freue mich schon auf den nächsten Anstieg. Auf die erneute Qual. Denn das Gefühl, beinah alles aus dem eigenen Körper rauszuholen, ist nahezu unbeschreiblich. Ja, ist ein unglaublicher Kick, der nach sechzig Minuten ein Ende findet. Ein Blick auf mein musikalisches Trainingsgerät zeigt, dass ich gerade einmal 75 Prozent meiner üblichen Kilometerleistung geschafft habe. Dabei ist mein Körper der Meinung, dass das 125 Prozent gewesen sind. So kann dieser sich täuschen. Wie dem auch sei, der vegane Frühstückstisch – es gab hier beim Bäcker sogar eine ungewöhnlich große vegane Brötchenauswahl, was wahrscheinlich eher Zufall als beabsichtigt war – ist schon gedeckt und ich freue mich schon auf den nächsten Morgen, um mich und diese blöden „Hügel“ erneut zu verfluchen.

Frühstück am vegan Wednesday

Wie das so ist, nach dem Urlaub sind Kühlschrank und Küchenregale noch leer. Daher kein Smoothie (überaus traurig natürlich), aber wie gewohnt eine große Portion Müsli im Büro (hier ist der Schrank immer gut gefüllt). Radfahren fiel übrigens auch aus. Denn wie das nach dem Urlaub so ist, ein kleines Loch im Reifen ist der Meinung, ich sollte mein Rad doch lieber an der Wand hängen lassen.
Der Rest des Tages ist dann schnell erzählt.

Mittagessen am vegan Wednesday

Nudel-Kichererbsensalat mit Tahindressing und frischer Petersilie aus dem Garten.

Nudel-Kichererbsensalat mit Tahindressing

Abendessen am vegan Wednesday

Unser Sohn hat sich zum Abendessen Nudeln (schon wieder) mit Gulasch gewünscht. OK, das machen wir gern. Dazu ein Glas O-Saft (übrigens mit Kalzium angereichert) und zum Nachtisch ein Schälchen Pudding.

Vollkornnudeln und veganes Gulasch

Und natürlich habe ich mal wieder all die Kleinigkeiten vergessen: Sojadrink, Obst, Tee, Saft, Milchkaffee (ups, Sojadrinkkaffee), Sojakakao (für unseren Sohn), Nüsse, Trockenobst und vieles mehr.

Hinweis für die Szenepolizei: Für den Nachschlag gibt es natürlich kein Foto. Falls also jemand der Meinung ist die Portionen sind zu klein, dem sei gesagt, dass man auch gemütlich und in Ruhe mehrere Portionen nacheinander essen kann. Vitamin B12 un Vitamin D gab es natürlich auch. Aber das ist definitiv kein Foto wert.