Rezept: kinderleichte vegane Kindergarten-Waffeln

Nicht noch ein Waffelrezept. Jaja, kann ich verstehen. Warum dann dieses Rezept? Ganz einfach, ich habe einfach kein Rezept gefunden, mit dem ich wirklich zufrieden war. Der Geschmack war in den meisten Fällen zwar akzeptabel. Die Zubereitung dagegen nicht. Genau das ist für mich jedoch genauso wichtig. Schließlich muss ich des Öfteren früh morgens für unseren Sohn Waffeln für die Kita backen. Gerade aufgestanden, mit den Gedanken schon auf dem Weg zur Arbeit, habe ich eins definitiv nicht: Lust auf Experimente, unnötige Wartezeiten und missglückte Waffeln. Genau das war aber oft der Fall. Teig ziehen lassen, die Waffeln bleiben am Waffeleisen kleben und zerreißen. Kennt ihr sicherlich. Spaß sieht anders aus. vegane Kindergartenwaffeln
Also gut, bleiben nur Selbstexperimente. Die waren dann zunächst alles andere als erfolgreich. Dafür aber lehrreich. Uns so entstand schließlich das folgende Rezept. Von ca. 100 gebackenen Waffeln (Kita, Brunch und andere Anlässe) ist keine einzige am Waffeleisen kleben geblieben oder zerrissen. Dabei bin ich nie zimperlich mit dem Deckel des Waffeleisens umgegangen. Die Vorbereitungszeit ist überschaubar. In der Regel keine zehn Minuten. Wichtig ist lediglich, Leinsamen und Wasser gleich zu Beginn miteinander zu verrühren. Während die übrigen Zutaten vermischt werden, kann die Leinsamenmasse dann andicken. Zudem sollte das Waffeleisen nach jeder Waffel (wir haben ein Doppeleisen, daher also nach jedem Backvorgang) neu eingefettet werden. Je nach Waffeleisen nur leicht oder kräftig einfetten. Hier gibt es keine einheitlichen Vorgaben. Zum Einfetten nutze ich Margarine und einen Silikonpinsel. Wenn ich dann morgens um halb sechs in der Küche stehe, koche ich mir natürlich auch meinen täglichen Morgenkaffee. Den genieße ich dann in aller Ruhe – die habe ich um diese Zeit tatsächlich – während der einzelnen Backphasen. Entspannt gemütliches Waffelbacken am frühen Morgen. Herrlich.

kinderleichte vegane Kindergarten-Waffeln (Rezept #99)

Was man alles braucht (für ca. acht Waffeln):
2½ Cup Dinkelmehl Typ 630
1 Tütchen (7g) Backpulver (von Alnatura, gibt’s bei dm, dann jedoch nur ein halbes Tütchen)
1 Prise Salz
1 Msp Vanillemark (auch getrocknet aus der Mühle)
1 Cup Mineralwasser (kein Stilles)
½ Cup Sojadrink (zum Beispiel von dmBio oder Alpro, bitte kein ungesüßter Sojadrink)
3 El Öl (Sojaöl oder alternativ Rapsöl)
¼ Cup Agavendicksaft
2 EL Leinsamen (gemahlen) + 4 EL Wasser

Silikonpinsel und Margarine (z.B. Sojola) zum Einfetten

So wird’s gemacht:
Leinsamen und Wasser in einem kleinen Gefäß (Tasse, kleine Schüssel etc.) miteinander verrühren und anschließend zu Seite stellen.

In einer Schüssel alle trockenen Zutaten vermischen (Mehl, Backpulver, Salz, Vanille). Die flüssigen Zutaten – Mineralwasser, Sojadrink, Öl und Agavendicksaft – in einem Messbecher (oder einer Schüssel) verrühren.

Dann die flüssigen Zutaten und die Leinsamenmasse zu den trockenen Zutaten geben und alles gründlich miteinander verrühren.

Das heiße Waffeleisen einfetten, eine Portion Teig (siehe Hinweise) auf das Eisen geben und die Waffeln backen bis sie leicht braun werden. Sollten die Waffeln etwas dicker werden, drücken sie den Deckel leicht an. Dann einmal kurz den Deckel kräftig runterdrücken. Diesen gesamten Vorgang für jede Waffel wiederholen.

Die fertigen Waffeln warm mit Puderzucker, Marmelade, heißen Kirschen oder Erdbeeren, Schokoaufstrich, Dattelmus, Sahne oder was auch immer Ihr bevorzugt genießen. Hm, lecker. Kalt schmecken die Waffeln auch sehr gut. Im Übrigen die ersten Waffeln, die mich an diese abgepackten Waffeln erinnern. Natürlich gilt das nur bedingt, da ich diese zuletzt als Kind gegessen habe. Und das ist lange lange her.

Hinweise:
1) Je nach Größe der Waffeleisen kann die Portionsgröße natürlich variieren. Ich gebe immer drei gut gehäufte Esslöffel für jede einzelne Waffel auf das Waffeleisen.
2) Sojadrink mit Vanillegeschmack ist eine Alternative, wenn Ihr einen stärkeren Vanillegeschmack bevorzugt.