Interview: XclusivX-Fanzine #1

xclusvx - Flex your head (Logo)Ende letzten Jahres habe ich mich intensiv mit der fünften Ausgabe des XclusivX-Fanzine beschäftigt (Review). Beim Lesen der einzelnen Artikel füllte sich mein Notizbüchlein nach und nach mit Fragen, die ich den drei Menschen, die hinter diesem ambitionierten D.I.Y.-Projekt stecken, unbedingt stellen wollte. Erfreulicherweise waren Kat, Phil und Melixxx von der Idee eines Interviews ebenso angetan wie ich selbst. Und so füllten sich über einige Wochen hinweg die Seiten mit recht ausführlichen Antworten, die ich allesamt mit großem Interesse und letztendlich auch mit Begeisterung gelesen habe. Genau die könnt ihr hier nun ebenfalls lesen. Und da Kat, Phil und Melixxx wirklich eine Menge zu erzählen haben, gibt es das Interview in zwei Teilen. Heute reden wir über das XclusivX-Fanzine und werfen zudem einen (kritischen) Blick auf unsere gemeinsame Hardcore-Leidenschaft. Im zweiten Teil, der am Freitag erscheint, reden wir unter anderem über den „Veganboom“ der letzten Jahre und reisen zudem in weit entfernte Galaxien. Auf geht’s.

Stellt Euch doch bitte erst einmal kurz vor. Wer sind die Menschen hinter XclusivX und was treibt Euch an?

Phil: Yo! Ich heiße Phil und bin sozusagen Co-Gründer des Zines. 2012 kam die Idee und “9 Monate” später, 2013, wurde die erste Ausgabe geboren. Ich bin und lebe Vegan Straight Edge, supporte Hardcore-Musik und Gegen(Sub)-Kultur. Was mich an XclusivX antreibt immer weiter zu machen, ist aufjedenfall das Feedback. Ich freue mich generell über Reaktionen. Ob negative wie positive. Das ist mein Standpunkt und wenn dieser gelobt oder kritisiert wird, ist das nur ein Indiz wie ich Leute für mich persönlich einschätzen kann. Das heißt nicht, dass ich/wir die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Denkt, Hinterfragt, Kritisiert.

Melixxx: Hej, ich bin Melixxx und seit 2014 dabei. Kennengelernt hab ich die Zwei und das Zine ein Jahr zuvor auf einer Hardcore Show. Angefixt von den Inhalten sind wir per Mail in Kontakt geblieben, bis ich dann meinen ersten Schreibversuch zum Blog beigetragen habe. Daraus wurde eine sehr wichtige und lebendige Freundschaft mit kollektivem Austausch zu Themen, die uns und andere bewegen.

Kat: Chaos regiert, wo ich bin, und trotzdem bekomme ich alles hin 😀 vielleicht sowas in der Art als allumfassende Selbstbeschreibung. Ein innerer Drang bringt mich zum Schreiben, Bloggen, Recherchieren. Das war irgendwie schon immer so…aber dieses Zine ist der Höhepunkt des Ganzen. Für meine Lohnarbeit schreibe, texte und übersetze ich auch, ich bin studierte Germanistin und Anglistin. Früher habe ich neben der Uni freies Radio gemacht schon für andere Zines geschrieben, aber ich wollte inhaltlich, organisatorisch und konzeptionell immer schon etwas Eigenes. Ich habe 2012 mit Phil die Idee zu diesem Zine gehabt, und Januar 2013 hatten wir unsere erste, selbstkopierte Ausgabe am Start. Was die Arbeit für das Zine angeht: So wie sich unsere Abläufe zur Zeit darstellen, habe ich quasi die Chefredaktion inne, weil ich alle Artikel und Interviews verwalte, terminiere, zusammen stelle, layoute, teilweise übersetze und versuche, den Überblick über alles zu haben. So jemanden braucht man, auch bei einem Kollektiv. Entscheidungen über Inhalt, Stellungnahmen und Aktionen treffen wir drei aber alle einstimmig, und wenn es nötig ist, diskutieren wir das auch lang und breit aus.
Das Zine selbst treibt mich an. Ich denke viele freien Minuten über Themen, Konzepte und Ideen nach…wen könnte man ins Boot holen? Welche Band wäre interessant für unsere Leserschaft? Was können wir noch optimieren? Wie schaffen wir die Vorfinanzierung?

Warum ein weiteres Fanzine in einer Zeit, in dem für die meisten Menschen das Internet die primäre Informationsquelle ist?

Kat: In deiner Frage versteckt sich schon die Antwort: “ein weiteres”. Print war nie tot und ist es auch noch nicht. Es lebt weiter, putzmunter, weil Leute Dinge gerne sammeln, was virtuell emotionsloser passiert als im Regal zuhause. Außerdem kann man so ein Zine aus Papier verleihen, verschenken, teilen, recyclen, es überdauert eine gewisse Zeit. Während virtuelle Inhalte online oder auf dem Smartphone mit einem Wimpernschlag passé sind, nächster Tab, nächster Artikel, nächste Kommentarspalte. Zines bleiben.

Phil: siehe die Antwort von Kat.

Melixxx: siehe nächste frage

D.I.Y. Was bedeutet das für Euch und Euer Fanzine?

Phil: Zu sehen, wie Katrin versucht auf dem Laptop mit Photoshop dieses “verdammte Zine” in ein vernünftiges Layout zu pressen. Das ist verdammt D.I.Y., weil es einfach so eine zeitraubende Arbeit ist, die sich letztendlich auszahlt. Das verdient großen Respekt. Ich wäre wohl beim Tacker geblieben und schwarz/weiß. Wohl aus Bequemlichkeit. Trotzdem schreiben wir uns “Non-Profit” auf die Fahne. Trotz dieser ganzen Arbeit, die es macht, nebenbei, selbstfinanziert. Das macht mich verdammt glücklich.

Kat: Wir wollen etwas erschaffen, auf das wir mit Stolz und Zufriedenheit blicken können. Der schönste Nebenffekt ist, dass es anderen Menschen auch gefällt 🙂 das Selbst-machen betrifft auch den Punkt der Finanzierung, des nicht-käuflich-seins. Wir nehmen kein Geld für Anzeigen, platzieren auch so gut wie keine, nur falls es thematisch reinpasst. Das soll so bleiben, auch wenn dann manchmal finanzielle Hürden bleiben (wir nehmen ja nur die Druckkosten plus Gebühren auf xclusivx.bigcartel.com für das Zine). Auch Spendenaktionen und -aufrufe sind ein wichtiger Teil des DIY, denn das macht man nicht nur für sich, sondern auch für andere, die etwas selbst auf die Beine stellen.

Melixxx: DIY ist alles. Selbstbestimmt, frei Schnauze. Einfach drauf los. Das fängt bei selbst Gebasteltem an und hört beim ersten eigenen Zine sicher nicht auf. Ich genieße die Freiheit die einem das Zine in Papierform lässt. Natürlich find ich auch die Haptik gut, unterschiedliche Papierschweren, matt oder glänzend. Das ist wie ein Stück Handwerk. Und ein Stück Geschichte. Wenn Du heute in einem Zine von vor 10,20,30 Jahren blätterst, kannst Du eine ordentliche Portion Zeitgeist förmlich aufsaugen. Das Netz vergisst zwar nix, aber Inhalte rutschen doch mal schnell in Vergessenheit. Die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit, spiegelt sich natürlich auch im Blog wieder. Ein Post zu Thema X, der gestern online ging und eine breite Masse erreicht hat, kann morgen schon wieder in Vergessenheit geraten sein. Aber wir möchten zu Themen unsere Meinung kundtun, die nicht so schnell in Vergessenheit geraten soll und entsprechend Nachklang finden kann. Auch ist es uns wichtig, das Zine möglichst unabhängig zu gestalten. Das betrifft auch den Inhalt. Werbefrei. Für uns bedeutet das, das Zine selbst zu finanzieren. Das ist zwar manchmal eine Belastung, gerade am Ende des Monats. Unsere Position zu Themen bleibt dadurch aber immer echt, aus dem Herzen raus. Schaut man sich die klassischen alternativen Mags an, machen sie inhaltlich kaum einen Unterschied, die Band, die gerade eine neue Platte releast, findet in jedem Mag Erwähnung. Sei es als ‚gute‘ Plattenkritik, eine Titelstory oder ein Hinweis zum Kauf der Platte. Wir wissen auch, dass es ein finanzielles Risiko darstellt, etwas Eigenes zu produzieren und unter die Menschen bringen zu wollen, das hätte auch bei uns in die Hose gehen können, aber es hat doch immer einen faden Beigeschmack, wenn einen das Gefühl erschleicht, da wurde sich reingekauft oder da wird der Band/dem Thema Agavendicksaft um den Mund geschmiert.

Hardcore. Veganism. Politics… Ihr bringt eine enorme Themenvielfalt. Dabei immer gut recherchiert, detailliert und kritisch. Unter welchen Kriterien wählt ihr Eure Artikel und wie wachsen diese bis hin zur Veröffentlichung im Zine?

Kat: Erstmal danke für das “gut recherchiert”, auch wenn da Luft nach oben ist. In vielen eher akademischen oder hochpolitischen Kreisen sind wir sicher meilenweit von “gut” entfernt. Zumindest denke ich das immer, wenn ich andere Zines lese oder Artikel online finde. Das bezieht sich weniger auf die Interviews. Das ist mein Steckenpferd, und ich bin irre stolz, dass ich hier einen sehr guten Recherchejob mache, um weder das Gegenüber noch die Leserschaft zu langweilen. Es war immer mein Anspruch, Fragen zu stellen, die noch niemand gestellt hat, oder die unterhaltsam, berührend oder vielleicht auch erschütternd sind. Das Interview soll mich, die Person, die ich frage, und die, die es lesen verändern. In welcher Form auch immer. Daraus sind tolle Bekanntschaften und Dialoge entstanden, wie z.B. dass Aaron von BANE auch noch nach anderthalb Jahren weiß, was wir geredet haben, oder dass ein Interview soviel Witz und Charme hat, dass wir danach auch noch Kontakt halten, so passiert mit Charles von SPIRITS.
Die Themen für Artikel und die Projekte für Interviews begegnen mir überall: in einer coolen neuen Platte, über die ich mehr erfahren will. In einem interessanten Instagramprofil, in dem ich über die Menschen dahinter sehen kann, dass das, was sie zu erzählen haben, auch unsere Leserschaft interessieren könnte. Oft finde ich auch im Näheren Freundes- und Bekanntenkreis Geschichten, Schicksale, Tätigkeiten von anderen, denn so gut wie alle haben etwas Cooles zu erzählen, wenn ich nur die richtigen Fragen stelle! 🙂 Die Gesamtheit stellt sich meist wie ein Puzzle dar, und ich bin so froh und dankbar, dass ich oft im Gespräch neue Impulse bekomme, weil Person X mir Person Y empfiehlt usw. Ich glaube fest daran, dass wir noch viele Ausgaben füllen können – und es auch werden!
Daran merkst du übrigens schon: keine Tourpläne, Releases, neue Clips oder solche Dinge diktieren da unser Handeln. Ein Anspruch des Zines ist auch eine gewisse (!) Zeitlosigkeit, sofern das geht, deshalb findet ihr darin so wenig Reviews (Platten, Zines, Konzerte). Klar, eine schöne Konzertstrecke darf ruhig aktuell sein…

Phil: Da schließ ich mich Kat an. Die Ideen sind Impulse anstatt Kalkül.

Melixxx: Ausschlagebende Kritierien sind Themen, die bewegen. Emotional, rational, nach vorne oder zurück. Es gibt immer eine Reaktion, auf die wir auch entsprechend reagieren. Das Private politisch machen, Menschen das Gefühl geben, sie sind nicht allein.

Einer Eurer Schwerpunkte ist Hardcore. Ich selbst werde immer wieder gefragt, warum ich mir seit 25 Jahren diesen aggressiven Krach anhöre? Was wäre Eure Antwort auf diese Frage?

Phil: Hör dir “90er” von Empowerment an.

Melixxx: Weil’s jung hält. Auch wenn es jetzt vor Pathos nur so trieft, aber durch Hardcore bin ich zu einem recht reflektierten Menschen geworden. Straight Edge und Veganismus haben ihr Übriges dazu beigetragen. Ohne Hardcore stünde ich heute nicht da, wo ich mit beiden Beinen stehe. Und das wäre, ehrlich gesagt, ein herber Verlust

Kat: Hm. Das Schöne ist, je älter du wirst und je mehr sich dein Freundeskreis ohnehin in derselben Klangfarbe bewegt, gibt es diese Fragen nicht mehr. Klar, haben das früher Kommiliton_innen, Mitschüler_innen oder Eltern wissen wollen. Was heute meine Antwort wäre? Frei nach DANGERS: “Wut ist keine Laune, sie ist eine Lebenseinstellung.” Ohne Wut und Schmerz kommt die Welt nicht aus. Deshalb ist Schlager fake, und HC nicht?! Vielleicht. Hardcore ist auch zu breit gefächert um allgemeine Aussagen darüber treffen zu können. Ich höre ja auch nicht nur HC. Bestimmt würde ich auch sagen: “Weil es mir etwas gibt, das mir sonst keine andere Musik gibt.”

Einige Entwicklungen in der Hardcoreszene sehe ich sehr kritisch. Ob nun Violent Dancing, Tough-Guy-Gehabe, die betont männliche Gruppendominanz oder der stetig wachsende Kommerzwahn, wie steht Ihr zu diesen Entwicklungen?

Phil: Hardcore ist wie alles ein Spiegel der Gesellschaft. Das macht auch nicht vor der Haustür des AZs halt. Entweder du arrangierst dich mit dieser Scheiße, oder du versuchst aktiv dagegenzuwinken. Ich bevorzuge Alternative 2.

Melixxx: Weiter kritisch. Die Diskussionen führen wir on- wie offline fast ständig. Egal ob die ‚früher war alles besser‘ Mentalität oder die der blinden Schäfchen, dass man eh nix ändern kann. Diese Diversität und das Anecken finde ich aber eigentlich gar nicht so verkehrt, daraus entstehen auch durchaus gute Diskussionen und ein Austausch, der in der Form sicherlich einmalig für eine Subkultur ist. Ausgrenzende Mechanismen sind natürlich indiskutabel und gehören in die Schranken gewiesen. Oft hilft es aber schon, mit Menschen zu sprechen und zum Nachdenken anzuregen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, wenn er im Hardcore nur sein Leben mit tighterem Soundtrack führen will, dann wird er schnell merken, dass der Hase anders läuft und sich noch viele Reibungspunkte ergeben. Reflexion, Konsens, Absprachen sind Worte, die in ‚der‘ Community noch öfter fallen müssen. Damit es eben nicht bei einer Kopie des Status Quo bleibt.

Kat: Dass es schön wäre, davon überrascht zu werden, dass mal gleich viele Frauen wie Männer auf einer Show wäre – klar. Dass es bewegend war, als beim Auftritt von ANTI-CORPOS auf dem Fluff nur Frauen vorne ausgelassen tanzten, pogten, moshten – klar. Dass die meisten Shows leider komplett anders aussehen, und Macker und Bros sich nach violent dancing highfiven – auch klar. Wir stehen ratlos vor der Frage, wie es sich vom letzten, was ich nannte, zum ersten bewegen kann. Wir sehen die Mängel, die Chancen, die Freiräume, die oft keine sind, aber wir wissen nicht, wie es besser werden kann. In unserem aktuellen Zine hat eine Frau einen Artikel darüber geschrieben, wie es ist für sie, unter all den Bros und wie sie auf Akzeptanz hofft, bis zu dem bitteren Moment, wenn ihr doch wieder der Unterschied zwischen den Geschlechtern begegnet und sie sexistisch ausgegrenzt wird. Das kann negativ sein, indem Macker sagen, dass Frauen im Pit nix verloren haben, weil sie keine “Rücksicht” nehmen wollen. Das kann aber auch ‘positiv’ passieren, wenn unaufgefordert barmherzige Ritter versuchen, sie zu “beschützen”, weil sie eben “nur” eine Frau ist. Auch wenn nun viele aufschreien, beides ist schlußendlich Sexismus.

Dieses Thema wird selbst in dieser sehr offenen Szene (so sehe ich diese zumindest in vielen Bereichen) gerne ausgeblendet oder unter den Tisch gekehrt. Warum erfolgt auch hier, zumal sonst vieles kritisch hinterfragt wird, keine offene Diskussion?

Melixxx: Was denn? Zwischen 4 (un)bekannten HC-Bands und zweimal dem vegan-Gyrosteller-mit-scharf am Abend der Veranstaltung noch eine Diskussion führen, die ihren Namen verdient? No way! Lieber Merch gucken. Und sich eine verrückte Choreografie für den Headliner ausdenken, damit man(n) auf den Bildern später eine gute Figur für einschlägige HC-Datingseiten macht. Hat hier jemand Sarkasmus bestellt? Vielen geht es nur um die Aufrechterhaltung ihrer priveligierten Stati (innerhalb ‘der’ Szene). Probleme werden nicht als solche erkannt oder runtergespielt. HC ist einfach wieder mal nur Abbild der Gesellschaft.

Was wären Ansatzpunkte, dieses Thema in der Hardcore-Szene, vor allem aber im alltäglichen Leben deutlich(er) zu platzieren?

Kat: — tja. Sie werden teils schon sehr gut platziert, da ist nur immer die Frage, ob dort das Phänomen “preaching to the choir” überhand gewinnt und es denen von der Bühne und von Plakaten gesagt wird, die schon Antisexist_innen sind. Wahrscheinlich ist das so. Mich kosten diese one-on-one #notallmen-Gegenargumente irrsinnig viel Kraft, meist ist die Gegenseite total resistent gegenüber meiner Sichtweise auf street harassment, Alltagssexismus oder anderen unerträglichen Zuständen. Wozu dann Energie verschwenden? (Das gilt übrigens auch in einen unschönen Nebeneffekt des Seximus, nämlich dem widerlichen girl hate, der total grassiert, und es schade ist, mitanzusehen, wie Frauen andere Frauen niedermachen, um sich besser zu fühlen, weil ihnen eine Gesellschaft wie unsere genau das eingetrichtert hat!)
Lieber die Energie anders investieren. In Aufklärung. So wie mit xclusivx. Ich bin überzeugt, dass ganz viele Veganer_innen und Straight Edger aller Geschlechter sich nie Gedanken gemacht haben über Vieles, was wir ansprechen. Das merken wir am Feedback, das wir bekommen. Wir positionieren Themen wie Geschlechterrollen, Rassismus, Ressentiments bewusst in einem Kontext, der sonst vor male white privilege nur so trieft. Schaut doch mal die Fotos von HC-Shows an! More clit in the pit? Nope. Ich bin auch lieber hinter der Kamera, weil ich nicht umgeboxt werden will. Die körperliche Unterlegenheit ist mir jedes Mal schmerzvoll bewusst. Nicht nur, wenn mir nachgepfiffen wird am Bahnhof, sondern auch wenn große, schwere, klebrige Männerkörper mich auf Shows wegdrücken. Und meine Freundinnen, die nochmal kleiner sind als ich, ganz hinten stehen und die Show nur anhören können. Das macht doch wütend. Aber habe ich eine Lösung? Kämpfe ich mich risikoreich in die erste Reihe? Stelle ich mich hin und habe einen Plan, wie das so toll sein kann, wie hier:
https://www.facebook.com/xmdmxhcxphotos/photos/a.988301717875406.1073741870.356256597746591/988304144541830/?type=3&theater (Auftritt ANTI-CORPOS beim Fluff Fest15)
Nein. Das gebe ich offen zu. Ich weiß, es muss sich ändern, ich weiß nur nicht, wie. Das führt natürlich zu noch mehr Wut, weil es mich so traurig macht.

Melixxx und Phil: Was Kat sagt.