Interview: XclusivX-Fanzine #2

xclusvx - Flex your head (Logo)Am Dienstag konntet Ihr hier den ersten Teil des Interviews mit Kat, Phil und Melixxx vom XclusivX-Fanzine lesen. Heute geht es mit dem zweiten und abschließenden Teil weiter. Neben einer Reihe von musikalischen Empfehlungen geht es heute vorwiegend um das Thema Veganismus. Darüber hinaus haben wir uns auch über den Rechtsruck, der aktuellen in vielen Ländern zu beobachten ist, unterhalten. Ach ja, um Star Wars und Star Trek ging es auch. Nach wie vor bin ich von allen Antworten begeistert. Wenn es Euch genau so geht, dann schaut doch einfach mal bei XclusivX vorbei (https://xclusivx.com). Dort findet Ihr auch alle erforderlichen Infos, um Euch die nächsten beiden Ausgaben des XclusivX-Fanzines nach Hause schicken zu lassen. Es lohnt sich garantiert.

Ihr lebt alle vegan. Wie betrachtet Ihr den veganen „Boom“ der letzten Jahre?

Kat: Mit gemischten Gefühlen. Die Bekanntheit der Ernährungsweise macht es uns “draußen” leichter, in Restaurants, beim Einkaufen, bei sowas. Dass diese Lebensweise dann ethisch motiviert ist und nicht aufgrund von Intoleranzen oder Körperoptimierung durchgezogen wird, stößt weiter auf Ablehnung. Womit ich leben kann. Ich habe fast nur vegan lebende Freund_innen. Ich liebe das an meinem Leben. Ich bin froh und dankbar, denn viele Leute mit denen ich online ins Gespräch komme, haben dieses Glück nicht. Das gilt auch für straight edge, Feminismus und vielleicht noch den Musikgeschmack. Auch bei diesen Lebenseinstellungen ist es mir wichtig, nicht mit anderen Vertreter_innen “verwechselt” zu werden. Ich bin kein Attila Hildmann, keine Alice Schwarzer, kein Henry Rollins. Mein Feminismus und Veganismus sind intersektionell, ich finde #rapeculture und ihre Witze zum Kotzen und das mache ich auch allen deutlich, die es (nicht) wissen wollen. Labels sind immer nur eine grobe Einsortierung. Ich lehne sie nicht ab, aber ich erlaube mir, sie zu fokussieren. Auf die Frage zurückkommend, muss ich zugeben, dass es das Leben erleichtert, wenn etwas boomt. Tesla präsentiert eine vegane Variante seines neuen Flitzers, Obstsäfte werden vegan gekennzeichnet, weil die Herstellerfirmen nicht mehr mit Gelatine klären. Cool. Dass diese gestiegene Bekanntheit auch Nachteile mit sich bringt, ist klar. Aber der Kampf ist eh nie vollkommen vorbei. 🙂

Melixxx: ‘Trends kommen und gehen, Stil bleibt.’ Wie Kat sagt, hat sich vieles in den letzten Jahren sprunghaft verbessert. Die Labelkennzeichnung auf Artikeln im Supermarkt erleichtert und ermöglicht auch spontane Einkäufe ohne die Antwort einer Produktanfrage beim Hersteller abzuwarten, welchen Ursprung denn die nicht näher deklarierten Aromen haben.

Viele Menschen freuen sich offenbar am gestiegenen Angebot an veganen Ersatzprodukten. Teilt Ihr dieses „Juhu-Gefühl“?

Melixxx: Semi. Als ich mit der veganen Lebensweise begonnen habe, hab ich zwar auch darauf geachtet, nicht nur industriell produzierte Fertigprodukte zu kaufen/essen, aber den ein oder anderen Tofu hab ich schon sehr gefeiert. Nach 6 Jahren hab ich meinen Geschmack auf andere/natürlichere Lebensmittel angepasst. Mag auch bei rein veganen Artikeln wissen, was ich da konsumiere. Wenn ich da bei manchen Artikeln die Zutatenliste studiere – sorry, Veganer können nicht anders – kriege ich Ausschlag allein beim Lesen. Mittlerweile erleichtern Ersatzprodukte den Umstieg auf eine rein pflanzliche Lebensweise enorm. Früher bedurfte es einiges an Überwindung und Phantasie, das Tofuwürstchen als Wurst – ähnliches Produkt anzunehmen, heute bin ich über den Erfindungsreichtum der Lebensmittelbranche fast schon entsetzt (weil wie das blutige ‘Original’). Bedauerlicherweise zeigt sich hier die Fleischindustrie als besonders kreativ im Entwickeln schmackhafter und optisch wie haptisch ansprechender Ersatzprodukte. Geld regiert die Welt, jeder will ein (besonders großes) Stück vom veganen Kuchen. Es ist leider pervers mit anzusehen, dass trotz Vegan-Boom der Pro-Kopf Fleischkonsum auf dem Höchststand ist. Aber der Boom in Sachen veganer Ernährung (!) Ist gegeben. Die Gründe sind vielfältig wie das Pflanzenmilchangebot im Supermarkt. Gesundheit, Moral, ‘es ist schick’. (Ver)urteilen passiert schnell. Es wäre dem antispeziesistischem Standpunkt dienlicher, würden ‘alle’ wegen moralischen Aspekten vegan konsumieren. Aber dafür ist der Mensch zu verschieden und zu sehr Egoist. Ich nicht ausgeschlossen. Ich lebe in einer Kleinstadt, das vegan deklarierte Angebot in Restaurants ist überschaubar bis nicht vorhanden. Wird mit explizit veganem Salat-Dressing geworben – das als ‘leichtes’ Fitness-Dressing in der Karte beschrieben ist – und ich aber, trotzdem dass ich beim Bestellen betont habe, dass ich das vegane Dressing will, dennoch eine (unfitte) Sahnesoße vorgesetzt bekomme, lässt mich das Gefühl nicht los, dass das Label Vegan nur ein schlecht umgesetzter Marketing-Gag ist.

Kat: Es geht. Die coolsten Sachen, nämlich Obst und Gemüse von überall her (Luxus!) waren schon immer vegan. 🙂 Aber ich merke es vor allem im beruflichen Umfeld (weil mein privates fast durchweg vegan lebt), wie solche Ersatzdinge die Akzeptanz und soziale Verträglichkeit steigern. Ich hab kein Problem damit, anzuecken und “der Spezialfall” zu sein, weil mir das durch meine Weizenallergie mit “glutenfrei” immer schon extrem so geht. Vegan ist da lachhaft im Vergleich. Die Leute wollen sich keine extra Mühe oder Gedanken machen für den Sonderling. Da ist es weniger für mich als für andere super, wenn der Supermarkt viele Optionen bietet. Doch auch die gilt es – für mich – zu hinterfragen. Ist es so cool, VEGANZ zu unterstützen, die breit mit der EDEKA/NETTO-Group kooperieren? Oder supporte ich damit vollvegane Hersteller, die ich mit meiner Kaufentscheidung hinaus dränge, sobald ich Wiesenhof, Rügenwalder und Fleischkonzern-Wurstersatz kaufe? Letzteres versuche ich zu vermeiden. Auch wenn ich mit Erstaunen feststellen muss, wie gut Konzerne wie die hinter LIKE MEAT ihren Job machen. Das zeigt mir auch, dass Wurst und andere stark verarbeitete Lebensmittel NICHT gut schmecken oder super Texturen haben, weil TIER drin ist. Sondern wegen all dem drumrum. Weil die Fleischmacher genau wissen, wieviel zusätzlicher “Scheiß” rein muss, kommt es dem Produkt aus Tier so nahe! Meine These. Denn die vollveganen Betriebe haben das meist nicht so drauf. Basics wie Pflanzendrinks überall zu bekommen ist toll. Da freut sich jemand mit Sojaallergie auch schon mal über den Haferdrink bei ALDI. Verständlich, oder?

Veganismus als Lifestyle. Wo ist dabei eigentlich die Debatte über Tierrechte geblieben?

Kat: Wie das immer so ist, wenn ein subkulturelles Phänomen in den Mainstream wechselt…die politische Motivation dahinter verschwindet. Bei denen, die schon immer ethisch motiviert gehandelt haben, ist sie natürlich noch da. Aber die neue Welle wird rekrutiert aus Leuten, die auf Wellness, Körperform oder Gesundheit Wert legen. So verschiebt sich durch den schieren Anteil der Leute leider auch der Fokus. Mit “Beendet die Tierausbeutung” wird kein veganer Aufstrich verkauft. Sondern mit Genuss, Geschmack, Trendiness. So funktioniert es eben, wenn es um Konsum geht. Aber es gibt ja auch andere Dinge, wo ich mir an den Kopf fasse, zum Beispiel haben wir im Freundeskreis jüngst diskutiert, wie viele angebliche SEA SHEPHERD Aktivist_innen (ativ tragen sie erstmal Merchandise von denen), zu Fischbrötchen, Bulette und Molkeprodukten greifen. Haben die den Schuss nicht gehört? Das erinnert mich an all diese pseudo-aufgeklärten Grünen, Greenpeaceler, etc. Die sich brüsten nur alles Bio zu kaufen, und damit die Welt zu retten. Aber davon lebt dann niemand vegan. Dabei ist das so logisch, da fehlen mir die Worte. Vegetarismus ist auch so eine inkonsequente Angelegenheit. Tiere sterben weiter, zu Millionen, für Eier und Milch, aber “Meat is Murder” schreien. Ich will mich nicht erheben, oder vielleicht doch, ich weiß es nicht, nur aussprechen, was ich denke und wo ich mich schwer wundere. Eben nicht nur über Lifestyle-Veganismus  dazu können die anderen Beiden gerne direkt noch mehr sagen…

Melixxx: Was bedeutet Lifestyle? Welchen Anspruch habe ich an (m)einen Lifestyle? Lifestyle gleich Lebensstil? Selbstbeweihräucherung oder mehr? Wie konsequent will ich leben. Will ich nur mir gefallen oder anderen? Ich finde, dass auch das Thema Konsumkritik zu stiefmütterlich (?) behandelt wird. Vor Ausbeutung der Umwelt und Mitmenschen ist man auch nicht als Veganer_in gefeit. Für viele gilt aber auch hier das gefährliche Credo ‘Hauptsache vegan’. Gefährlich, weil eben unüberlegt fröhlich weiter konsumiert wird, ohne Rücksicht auf Verluste. Erst das Fressen, dann die Moral. Interessant an dieser Stelle Brecht zu zitieren, so sind doch viele Menschen davon überzeugt, dass Veganer_innen per se moralisch ‘überlegener’ sind.

Das sehe ich wie Ihr. Klassiker ist beispielsweise bei unserem monatlichen Brunch die vegane Mokkatorte mit veganer Butter (mit Palmöl) sowie Kakao und Kaffee, denen der Begriff Fairtrade fremd ist. Wobei sich auch das langsam ändert, da sich die Besucher*Innen auch damit auseinandersetzen (Flyer etc.). In kleinen Schritten ändert sich ja doch was… Meine Erfahrungen zeigen, dass in vielen Fällen auch nur das nachhaltig ist. Wie seht Ihr das?

Melixxx: Handhaben tue ich das privat für mich auch so. Fairtrade vor konventionell, wenn ich die Wahl und das Kleingeld habe. Ich kaufe keine Lebensmittel und Produkte, hinter denen big player wie Nestle, Unilever, Coca Cola stehen. Palmöl meide ich auch ganz leicht. Gleichzeitig greife ich aber bei Aldi zu den Bio Bananen aus fairer Herstellung in doppelter Plastikverpackung. Trage New Balance und Asics Schuhe und meine Hose ist ‘made in pakistan’ und meine Basic Tshirts sind von einer Marke, die Wert auf gerechte Löhne legt, aber in Verruf geraten ist, ihre Mitarbeiter_innen sexuell auszubeuten. Es gibt keinen gerechteren Konsum. Es fühlt sich nur gerechter an. Aber die großen Gewinne kommen nicht dort an, wo es notwendig wäre. Das ist bei ethisch inkorrekt produzierten Waren, dasselbe Problem wie bei ethisch korrekt produzierter Ware. Problematisch auch: unsere Wegwerfgesellschaft, der Überfluss an einwandfreier Ware, die nach Ladenschluss im Container landet, da sie optisch nicht mehr dem Wunsch des Kunden nach einwandfreiem Aussehen entspricht. Ich denke, dass sich hierüber durch Containern viel eher ein Zeichen setzen lässt als über die bloße ethische Verlagerung beim Kauf/Konsum. Ich selbst containere nicht, da es hier rechtlich gesehen immer noch eine Grauzone gibt und ich kein Interesse daran habe, strafrechtlich aktenkundig zu werden. Aber wenn mich der lokale Einzelhandel bitten würde, angedotztes Obst und Gemüse mitzunehmen, würde ich nicht -nein- sagen. Ein Diskussionspunkt ist auch, wie moralisch verwerflich es ist, tierische Lebensmittel zu konsumieren, die eh im Müll gelandet wären, für mich käme das aus ‘Ekelgründen’ (vom qualvollen Herstellungsprozess wegen) nicht in Frage. Aber rein, vom Aspekt Erzeugung von Angebot und Nachfrage, wäre das eine logische Konsequenz, um konsumkritisch, ethisch und nachhaltig zu handeln.

Unser sechsjähriger Sohn lebt wie wir vegan. So einfach eine vegane Ernährung auch geworden ist, vegane Kinderernährung ist hierzulande dank der DGE immer noch ein NoGo. Habt Ihr in Eurem näheren Umfeld mit diesem Aspekt schon Erfahrung gehabt?

Kat: Das bekomme ich nur indirekt mit. Ein vegan lebendes Paar aus meinem Freundeskreis bekommt dieses Jahr ein Kind, die müssen sich bestimmt viel anhören… ich werde damit auch als Kinderlose konfrontiert, wenn Kollegschaft oder Fremde mir erklären wollen, dass das ja für Kinder GAR NICHT geht. Ich kenne mich damit nicht gut genug aus, um wissenschaftliche Aussagen zu treffen. Ich hab nur empirische Erfahrungen, aus der Zeit in Berlin, dass eine rohköstlich-vegane Kinderernährung nicht “gut” zu sein scheint, weil die Familie, an die ich dabei denke, vier oder fünf recht unterentwickelte Kinder hatte. Sie planten auch, sie vorzeitig aus der Schule zu nehmen, soviel ich weiß. Vegane Kinderernährung geht sicher, wenn du dich gut informierst, aufgeschlossene Ärzte und Hebammen etc. um dich hast, und für dein Kind das Beste willst. Die DGE, die du ansprichst, macht ja quasi Lobbyarbeit für die Milch- und Eierindustrie. Funktioniert auch leider… ich wünsche euch, dass es für euch nicht mehr allzu lange ein Thema ist. Kinder ohne Karnismus in diese Welt zu entlassen, halte ich auf jeden Fall für einen guten Weg. Vielleicht inspirieren sie damit auch andere.

Melixxx: Wie Kat schon gesagt hat, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung damit was ein Kind im Stadium des Heranwachsens benötigt und was nicht. Aber dieser Pflicht sollten auch Eltern nachgehen, die ihr Kind nicht vegan ernähren wollen. Aber es ist natürlich einfacher und bequemer, das vorgekaute Wissen zu nutzen dass sich seit Jahrzehnten hartnäckig als Verkaufsschlager aus dem Supermarkt erweist. Milchprodukte mit Extra viel Calcium, Bärchenwurst und überzuckerte Fruchtgetränke können nur förderlich für die Gesundheit eines Heranwachsenden sein. Weil ‘von der DGE empfohlen’. Für mich selbst wird sich die Frage, wie ich mein Kind vegan ernähren will, eh nie stellen, aber ich habe es erst kürzlich von einem Familienangehörigen mitbekommen, dass eine ‘vegane Säuglingsernährung nicht empfohlen wird’ und das mit ihrer Tochter ja gar nicht funktioniert hätte, da sie ‘am liebsten Fleisch und Wurst esse’. Unerfahrenheit mischt sich mit urbanen Legenden und Unwissenheit, ist ja klar, dass Eltern, da verunsichert sind, was nun richtig und was falsch ist. Man will für das Kind ja schließlich nur das Beste.

In der letzten Ausgabe Eures Fanzines gibt es eine schöne Seite mit dem Titel Fuck Frontex. Europaweit haben sich in den letzten Monaten andere Tendenzen gezeigt. Viele Länder schotten sich lieber ab. Und dank AfD und Co geht auch hierzulande die Menschlichkeit verloren. Erschreckenderweise rennen denen immer mehr Menschen hinterher. Was ist in den letzten Jahren/Monaten Eurer Meinung nach auf diesem Planeten schief gelaufen? Wie gegensteuern?

Kat: Eigentlich muss mensch sich doch eher fragen, wie dieses Pulverfass aus einem Machtvakuum nicht schon Jahrzehnte früher explodiert ist. Waffen liefern, Geflüchtete bekommen. Das ist stark vereinfacht, aber es wurde ja lange Zeit sich in Europa ins Fäustchen gelacht, dass die Probleme “von dort” nicht unsere sind. Nun sind sie es aber. Der Rechtsruck ist widerlich, ekelhaft, beschämend. Widerstand ist Pflicht. Im Großen und im Kleinen, im Privaten und im Öffentlichen. Währenddessen wird an runden Tischen gedealt, wie sich Europa die Misere vom Hals halten kann, die es selbst angerichtet hat. Die Mächtigen der Welt versuchen stets, die Macht als Status Quo zu erhalten, oder sie bestenfalls noch zu erweitern. Und je mehr sie raffen, desto unerbittlicher wollen sie sie behalten…

Zum Schluss noch einige lockere Fragen. Eure Familie oder gute Freunde*Innen klingeln an der Tür und bringen einen Riesenhunger mit. Was würdet / könnt Ihr spontan in der Küche zaubern?

Phil: Bei mir gibt’s dann sicher Italienische Küche. Pasta geht immer. Eine Tomatensoße ist auch schnell gemacht. Viel Gemüse, viel Knoblauch und die Pasta muss unbedingt al dente sein 😉

Kat: Je nachdem, wie viel Hunger das ist, gibt es eine kleine Suppe vorneweg und vielleicht meinen berühmten Kartoffelbrei als Hauptgang. Dazu Gemüse, das gerade da ist. Oder ganz ohne, der Kartoffelbrei macht satt, ist krasses comfort food und schon allein ein Star… Wenn der Besuch Glück hat, habe ich Brownies, Kuchen oder Cookies parat.

Melixxx: Einen Kichererbsensalat. Mit gestückelten Paprika, Tomate, Gurken und Frühlingszwiebeln. Als Dressing reicht ein Zitronensaft-Öl Gemisch. Pfeffern, salzen, an den Tisch! Der Hammer! Oder irgendwas mit Hummus. 🙂

Am Rande habe ich mitbekommen, dass Ihr auch gerne mal Star Trek oder/und Star Wars schaut. So ganz persönlich: Warum ST Classics, Next Generation, DS9, Voyager oder Enterprise bzw. Episode IV-VI oder der Rest?

Phil: Ich bin mit Star Wars aufgewachsen, und da war kein Platz für Star Trek. Natürlich nur die alten Sachen, wobei der neue Film ganz ok war, weil sie “Die neue Hoffnung” einfach nochmal neu verfilmt haben 🙂 Love Lando – Hate JarJar.

Kat: Ich seh das ja etwas anders, ich hab für beides Platz 😉 Ich bin mit Star Trek Next Generation aufgewachsen, weil es auch nicht so viel coole Auswahl gab, wenn man nur öffentlich-rechtliche Sender hatte. Star Wars und Star Trek sind für mich völlig getrennte Welten, sie haben keine Berührungspunkte und stehen auch nicht in Konkurrenz zueinander. Ich mochte die ganzen erfundenen Spezies bei Star Trek und Welten und Jean-Luc Picard war einfach immer eine coole Type. Und Star Wars ist einfach grandios, ich bin froh, dass die letzten drei erschienen Filme nun langsam in der Versenkung verschwinden können, wenn es sich weiter so gut entwickelt, mit Frauenfiguren, die kleine Mädchen inspirieren und evtl. sogar einer LGBTQ-Storyline!

Melixxx: Kann mir nochmal einer den Unterschied zwischen Star Wars und Star Trek erklären?

Eure musikalischen Empfehlungen für dieses Jahr?

Melixxx: Derzeit viel non-HC. Im Mai kommt der dritte Longplayer der kanadischen Band WHITE LUNG raus. Weniger Noise, mehr Melodie. Bin jetzt schon verliebt. In den Song ‘Paradise’ kann man jetzt schon reinhören: https://whitelung.bandcamp.com
Das Debüt von ELIOT SUMNER (früher I BLAME COCO) ist auch eine Empfehlung wert. Anspieltipp: Species http://www.vevo.com/watch/eliot-sumner/species/GBUV71500506
Und um im Genre HC zu bleiben, könnt ihr vom neuen WORLD EATER Album was ziemlich tightes erwarten.

Kat: Wenn sich nicht wieder alle auflösen würden, wäre mir das schon genug 😉 Ein paar wirklich großartige Bands verabschieden sich, dafür kommen andere zurück… Als Geheimtipps kann ich jetzt schon der nächsten Ausgabe vorgreifen und deiner Leserschaft RATS IN THE WALL, SAFE & SOUND, HOLLOW EARTH und LA BELLA ans Herz legen. Sehr unterschiedliche Bands, aus unterschiedlichen Genres, aber alle leben vegan und machen coole Musik. SPIRITS gehen immer, wird ein schöner Sommer, wenn sie auf Tour kommen. Auf heavy Rotation höre ich zur Zeit MINDSET, SET IT STRAIGHT und DEAD SWANS.

Verlinkungen für die Bands:
https://ratsinthewall.bandcamp.com/
https://safexsound.bandcamp.com/
https://hollow-earth.bandcamp.com/
https://labella.bandcamp.com/
http://spiritsxxx.bandcamp.com/
https://reactrecords.bandcamp.com/album/leave-no-doubt
https://setitstraight.bandcamp.com/
https://bridge9.bandcamp.com/album/sleepwalkers

Phil: Generell freue ich mich, Bands dieses Jahr zum ersten Mal zu sehen, die ich schon sehr lange höre: BITTER END, EARTH CRISIS, FOUNDATION oder xREPENTANCEx. Zur Zeit läuft bei mir außer den zuvor genannten Bands viel THE BEAUTIFUL ONES, WORLD BE FREE, TURNOVER und SKINFATHER. Ein Release, auf das ich mich freue, wird die neue SPIRIT CRUSHER.

Verlinkungen für die Bands:
https://bitterendband.bandcamp.com/album/illusions-of-dominance
https://soundcloud.com/earth-crisis
https://foundationatl.bandcamp.com/album/turncoat
https://xrepentancex.bandcamp.com/track/repentance
http://music.6131records.com/album/jaded-love
https://worldbefree.bandcamp.com/
https://runforcoverrecords.bandcamp.com/album/peripheral-vision
https://skinfather.bandcamp.com/
https://spiritcrusherxxx.bandcamp.com/releases

Vielen Dank für das Interview!