Konzertbericht: Beach Slang live in Dortmund und neue Konzerttermine

Ob Robert Smith schon einmal eine Obst-Etagere im Publikum herumreichen lies während The Cure Just Like Heaven spielen? Mit großer Wahrscheinlich nicht. Ebenso wenig wird er seine Crew auf die Bühne bitten, um den Zuschauer*Innen vor der Bühne ein Getränk in den Rachen zu kippen. Bei einem Beach Slang Konzert sind derlei Dinge immer drin. So geschehen am 16.08.2016 im Dortmunder FZW.

Allein das lässt schon erahnen, dass der Spaß an diesem Abend nicht zu kurz kam. Ja, die drei Jungs an den Saiten (der neue Drummer hielt sich eher bedeckt im Hintergrund) erzählen gerne die eine oder andere Geschichte. Allzu ernst nehmen sie es dabei nicht. Ob nun über die Blumenvielfalt an deutschen Tankstellen oder über das tolle deutsche Gesundheitssystem (zumindest im Vergleich zur amerikanischen Variante), für all dies fanden sie die passenden Worte. Eine gewisse Ironie war dabei nicht zu überhören. Dankenswerterweise nahm das nicht überhand (wie bei so manch anderer Band). Soviel zum Rahmenprogramm an diesem Abend. Wesentlich unterhaltsamer waren dann aber die Songs der vier Jungs aus Philadelphia. Mit „We’re Beach Slang and we’re here to punch you right in the heart!“ stellte Sänger und Gitarrist James Alex nach dem ersten Song des Abends die Band vor und das traf dann auch so ziemlich ins Schwarze. Neben einer tempo- und energiereichen Bühnenshow – bei der nicht immer alles rund lief, was natürlich jederzeit mit einem coolen Spruch kommentiert wurde – gab es ein buntes Set, das Songs aus allen bisherigen Outputs brachte. Zudem das bereits erwähnte und überaus chaotische The Cure Cover (Robert Smith hätte sicherlich seinen Spaß gehabt) und einige Songs vom anstehenden Album A Loud Bash of Teenage Feelings.

Die kommen live insgesamt noch wuchtiger und etwas rauer rüber als auf Platte. So hat es Ganze einen stärkeren Punkrocktouch, der live vollends überzeugen kann. Hier trreffen Leidenschaft und Spielfreude auf „jugendliche“ Energie. In Kombination mit den durchweg tollen Songs sollte sich die zitierte Ankündigung von James Alex letztendlich auch erfüllen. Am Ende blieb eine Show, die allen Anwesenden (vor und auf der Bühne) sichtlich Spaß machte und noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Im Herbst kommen Beach Slang übrigens erneut nach Deutschland. Das solltet Ihr auf keinen Fall verpassen.

Beach Slang live im Herbst 2016

13.11.2016 Hamburg – Knust
14.11.2016 Hannover – Lux
15.11.2016 Berlin – Lido
17.11.2016 Leipzig – Conne Island
18.11.2016 Wien – Chelsea (AT)
19.11.2016 Winterhur – Albani (CH)
20.11.2016 München – Ampere
21.11.2016 Münster – Sputnikhalle
22.11.2016 Köln – Gebäude 9

Zur Einstimmung könnt Ihr Euch hier noch das Video zur aktuellen Single Punks in a Disco Bar anschauen.