reinhören: andrew paley – sirens

Andrew Paley - Sirens (Coverartwork)Bereits mit seinem Debütalbum White Rooms und der EP Songs for Dorian Grey hat Andrew Paley bewiesen, dass er nicht nur mit The Static Age, sondern auch solo ein Garant für rührende und große Momente ist. Mit seinem nun veröffentlichen zweiten Album Sirens zeigt er das wieder einmal mehr als eindrucksvoll, wenngleich Sirens im eigentlichen Sinne nicht als volles Album zu betrachten ist. Beinhaltet es neben den sieben Stücken der 2014 veröffentlichten Songs for Dorian Grey EP lediglich fünf neue Stücke, die er Anfang des Jahres in Chicago aufnahm. Doch das sind nur Randnotizen. Denn Andrew Paley schenkt uns zwölf bewegende und gefühlvoll erzählte Geschichten, die uns wie gute Freunde*Innen durch diese nasskalte Jahreszeit begleiten.

Klingen sie doch auf ihre ganz eigene Weise genauso vertraut. Die Instrumente bewegen sich zumeist in Molltönen im Hintergrund. Nur selten werden wie in Father John alle Gitarrensaiten angeschlagen. Oft ist nur ein zartes Zupfen der Gitarrensaiten zu hören. Oder einige dezente Klavierklänge wie in Take Over. An The Static Age erinnern lediglich ein paar wenige Keyboard- und Synthesizerklänge, die wie in Let Me Go ein Hauch von Pop und Wave versprühen. Aber all das ist genau richtig dosiert. Trifft genau den richtigen Ton für Andrew Paleys sanfte Stimme, die über all dem zu schweben scheint und Geschichten über die Liebe, über Beziehungen und über das Verlassen werden erzählt. Die aber trotz trauriger Erlebnisse auch Trost schenken und Mut machen den Blick wieder nach vorne zu richten.

Und gerade diese Mischung aus dezenter Hintergrundmusik, leisen Backgroundstimmen und Andrew Paleys unverwechselbare Stimme verleihen diesen Geschichten eine wunderbare Magie, die schlichtweg verzaubert. Was nicht weiter verwundert, ist Sirens doch geprägt von einer sehr intimen und friedvollen Atmosphäre, die zwar immer irgendwie traurig klingt. Vor allem aber immer wunderschön. Ein gefühlvolles Album, das auf das Wesentliche reduziert, in jeder Sekunde zu Herzen geht. Ein Album, das nicht nur in dieser Jahreszeit einfach gehört werden muss.

Auch lesen: Review zu Songs for Dorian Grey

Andrew Paley – Sirens

VÖ: 18. November 2016
Label: Make My Day (Europa) / Paper + Plastic (USA)

Tracklist:
01. Come Home
02. Take Over
03. Let Me Go
04. Go To The Wolves
05. Ellie Dreams of Flight
06. Feeling Detroit
07. Ellie
08. Father John
09. Surf Street
10. It’s Morning
11. Caroline The Brave
12. Brick Red in the Sun

Hinweis: Das Bildmaterial und eine Promoversion des Albums wurden mir freundlicherweise von der Flix Agency zur Verfügung gestellt.