Hier gibt es ganz viel zum Thema Musik. Konzerte, Plattentipps und vieles mehr.

Mrz 22 2017

reinhören: lingua nada / paan – split

LinguaPaanSplit_Cover22015 sind sie gemeinsam durch UK getourt. Nun gibt es die erste gemeinsame Veröffentlichung der beiden Leipziger Bands Paan und Lingua Nada. Musikalisch hingegen gibt es nur wenige Gemeinsamkeiten. Außer vielleicht Krach. Den beherrschen beide Bands in allen möglichen Variationen.

Das gilt vor allem für Lingua Nada, die diese Split mit fünf Songs auf der A-Seite eröffnen. Schon nach den ersten Augenblicken ist klar, einfach ist das nicht. Und wird es auch nicht werden bis die Nadel sich wieder von der Platte hebt. so klingt das Album


Mrz 17 2017

reinhören: ays – worlds unknown

AYS_WorldsUnknown_CoverartSieben Jahre nach Eroded By The Breeze und drei Jahre nach dem letzten Output, einer Spilt-EP mit Empowerment, melden sich AYS mit ihrem neuen Album Worlds Unknown zurück. Das liefert zwölf wuchtig produzierte, sehr düstere Hardcorebrecher mit enorm viel Groove, der jedoch vor Aggressivität nur so strotzt. In den letzten Jahren hat sich offenbar wieder eine Menge Wut bei den Jungs aus Düsseldorf angestaut. Genau die scheint Sänger Schommer sich hier aus Herz und Seele zu schreien. Und dazu passt der zumeist eher langsame Groove genau richtig. Wird so doch die für AYS typische Atmosphäre geschaffen. Und die ist wie immer bedrohlich und beklemmend.
so klingt das Album


Mrz 8 2017

Konzertbericht: Dave Hause & The Mermaid live in Münster

Dave Hause war bisher immer ein Garant für große Liveabende. Nun hat er kürzlich sein drittes Studioalbum Bury Me In Philly (Review) veröffentlicht und es meiner Meinung nach erstmals geschafft, Authentizität und Energie seiner Liveshows auf einer Studioaufnahme zu verewigen. Die aktuelle Tour kam also gerade recht. Zumal er in diesem Jahre wieder gemeinsam mit einer Band unterwegs ist. Daher hieß es am vergangenen Samstag Dave Hause & The Mermaid live im Münsteraner Skaters Palace.
so war die Show


Mrz 3 2017

reinhören: meat wave – the incessant

MeatWave - Incessant (Coverartwork)Zwei Jahre nach dem großartigen Delusion Moon hauen Meat Wave nun ihr drittes Album The Incessant auf dem Markt und zeigen erneut, dass Punkrock trotz weniger Akkorde keine Grenzen kennen muss. Die Basis ist nach wie vor einfach und ruppig. Klassischer Punkrock eben. Mit der entsprechenden Experimentierfreude, die Chris Sutter (Gitarre, Gesang), Joe Gac (Bass) und Ryan Wizniak (Drums) hier an den Tag legen, wird das Ganze dann aber sehr aufregend und interessant. Insbesondere der nicht zu überhörende Garagerockeinfluss verleiht den Songs einen rauen und frechen Touch. Doch auch die Akkordfolgen, die es gerne mal disharmonisch mögen, gleichen oft einem Tritt in den Hintern. Und zwar extrem beharrlich.
so klingt das Album


Feb 24 2017

reinhören: henry fonda – front antinational

Henry Fonda kommen mit ihrem zweiten Longplayer um die Ecke, der es wieder in sich hat. Wie die vergangenen Outputs ist auch Front Antinational ein musikalischer und verbaler Rundumschlag, der in jeder Sekunde ein Volltreffer ist. Und zwar immer mitten ins Gesicht. 16 Songs reißen in weniger als 16 Minuten mit einer solchen Wucht alles nieder was sich ihnen in den Weg stellt. Nach jedem Song muss ich mich erst einmal neu sortieren. Doch Zeit ist dafür kaum. Kompromisslos geht es gegen Faschos und Rassisten sowie gegen andere gesellschaftliche und politische Auswüchse und Verfehlungen in der heutigen virtuellen Social-Media-Zeit. so klingt das Album


Feb 22 2017

Konzertbericht: Together Fest 2017 in Essen

Große Namen sind nicht gleichbedeutend mit einem großen Konzert. Mit diesem Gefühl, einem Gefühl großer Enttäuschung, verließ ich vergangenen Freitag das Together Fest 2017 in der Essener Zeche Carl. Bereits im letzten Jahr habe ich lange überlegt, ob 32,- für eine Hardcoreshow ein gerechtfertigter Preis sind. Bezahlt habe ich dann und war glücklich über zwei mitreißende Auftritte von Touche Amore und Modern Life Is War. Für die Legende Gorilla Biscuits galt das nur bedingt, denn deren Livepower ist längst verflogen. Nun also 32,- Euro für Youth of Today, American Nightmare, Trash Talk, Vanishing Life und Wolf Down. Allein die Tatsache, dass die Show kurzfristig von der Weststadthalle in die kleinere Zeche verlegt wurde, ließ es schon erahnen, diese Namen haben für diesen Preis nicht die Anziehungskraft wie die des Vorjahres. Umso trauriger, dass selbst die kleinere Location nicht einmal ansatzweise ausverkauft war. Genauso unglücklich lief wohl auch die Kommunikation innerhalb der Zeche Carl. Auf meine telefonische Anfrage, ob denn um 19.00 Uhr Einlass oder Beginn sei (auf der Homepage stand lediglich 19.00 Uhr), erhielt ich die Antwort, dass um 19.00 Uhr Beginn sei. Und so stand ich um viertel nach sieben in der Halle, nur um festzustellen, dass Wolf Down bereits gespielt hatten. Fragen lohnt sich eben nicht immer. Leider gab es auf meine freundliche Beschwerde nur ein nichtwissendes Ausweichen und den Hinweis auf ein unerfreuliches Kommunikationsproblem. Pech gehabt.
so war das Together Fest 2017