Immer wieder neue Platten. Immer noch ganz viele alte Platten. Und zu allen Scheiben gibt es was zu sagen. Hier eine Auswahl der Scheiben, die ich anderen Menschen ans Herz legen mag.

Dez 21 2016

reinhören: neurosis – fires within fires

Neurosos - Fires Wihin Fires (Coverartwork)Vor vier Jahren war Honor Found In Decay eins der musikalischen Highlights. Die Kontroverse rund um dieses Album habe ich bis heute nicht verstanden. Für mich hatte das den Anschein, viele sogenannte Fans erwarten mit jeder weiteren Veröffentlichung von Neurosis ein weiteres Enemy Of The Sun oder Souls At Zero und sind dann einfach nur enttäuscht, dass die Jungs aus Oakland nicht das liefern, was erwartet wurde. Ja, das waren zweifelsohne zwei großartige Scheiben. Aber mal ehrlich, wenn die gewünscht werden, dann legt die doch einfach auf und Klappe halten. so klingt Fires Within Fires


Dez 14 2016

reinhören: andrew paley – sirens

Andrew Paley - Sirens (Coverartwork)Bereits mit seinem Debütalbum White Rooms und der EP Songs for Dorian Grey hat Andrew Paley bewiesen, dass er nicht nur mit The Static Age, sondern auch solo ein Garant für rührende und große Momente ist. Mit seinem nun veröffentlichen zweiten Album Sirens zeigt er das wieder einmal mehr als eindrucksvoll, wenngleich Sirens im eigentlichen Sinne nicht als volles Album zu betrachten ist. Beinhaltet es neben den sieben Stücken der 2014 veröffentlichten Songs for Dorian Grey EP lediglich fünf neue Stücke, die er Anfang des Jahres in Chicago aufnahm. Doch das sind nur Randnotizen. Denn Andrew Paley schenkt uns zwölf bewegende und gefühlvoll erzählte Geschichten, die uns wie gute Freunde*Innen durch diese nasskalte Jahreszeit begleiten.
so klingt Sirens


Dez 7 2016

reinhören: enola – of life (ep)

Enola - Of Life (coverartwork)Pop-Punk ist tot. Spätestens seit dem schleichenden Untergang von Lookout-Records habe ich dieses Genre komplett aus den Augen verloren. Die wenigen Bands, die ich dann noch live gesehen habe, klangen allesamt zu sehr nach Studio, zu glatt produziert. Irgendwo gezwungen auf der Suche nach dem nächsten Radiohit. Und dann landen plötzlich Enola in meiner Anlage und peng, da ist sie wieder, die Begeisterung für ein längst vergessenes Genre.
so klingt das Album


Dez 3 2016

reinhören: todd anderson – die stillte schreit nicht mehr

Todd Anderson - Die Stille schreit nicht mehr CoverartworkGanze sieben Jahre haben sich Todd Anderson für den Nachfolger ihrer 2009er Scheibe Zufluchtsort Zeit gelassen. Offenbar haben sie genau diesen gefunden, Kraft geschöpft und liefern nun endlich ihr drittes Album ab. Und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Denn mit Die Stille schreit nicht mehr zeigen die fünf Jungs aus Marbug einmal mehr, wie gewaltig deutschsprachiger Hardcore sein kann.
so klingt das Album


Nov 17 2016

reinhören: pettersson – rift and seam

petterson_riftandseam_coverartworkDie Welt liegt mal wieder in Scherben. Kennt Ihr sicherlich. Dann wünsche ich mir einen Ort, an dem ich mich zurückziehen kann. Einen Ort der Ruhe. Irgendwen oder irgendwas, das einen wieder auffängt, das Halt gibt, das Kraft gibt. So etwas ist Petterssons Debütalbum Rift And Seam. Die drei Jungs aus Wien schenken uns hier ein mitreißendes Album, das uns die Welt da draußen zumindest für eine knappe halbe Stunde vergessen lässt
so klingt das Album


Sep 30 2016

reinhören: touché amoré – stage four

Touché Amoré – Stage Four (coverartwork)Auf Is Survived By (2013 via Deathwish, Review) thematisierten Touché Amoré die Auseinandersetzung mit dem eigenen Erbe und indirekt auch den Druck uns nach …To the Beat of a Dead Horse und Parting the Sea Between Brightness and Me ein weiteres großes Album zu schenken. Es gelang ihnen und jetzt, drei Jahre später, sind sie zurück mit Album Nummer vier. Das trägt auf den ersten Blick dann auch den passenden Namen, Stage Four. Allerdings liegt der Grund für diesen Titel viel tiefer begründet. 2014 starb die Mutter von Sänger Jeremy Bolm plötzlich an Krebs im Endstadium (Stufe vier).
so klingt Stage Four