Sep 14 2016

reinhören: stick to your guns – better ash than dust

Stick To Your Guns - Better Ash Than Dust (coverart)Spätestens seit dem 2012er Output Diamond haben Stick To Your Guns einen festen Platz auf meinem Plattenteller. Auf dieser Scheibe als auch auf dem letztjährigen Disobendient konnten die Jungs aus Orange County neben ihren musikalischen Qualitäten vor allem aufgrund ihrer sehr kritischen Texte überzeugen. Wahrscheinlich schaffen es nur wenige andere Bands, Menschen derart zum Nachdenken anzuregen wie eben Stick To Your Guns. Das sowohl auf Platte als auch während ihrer Liveshows, in deren Rahmen Sänger Jesse Barnet soziale und politische Ungerechtigkeiten stets sehr kritisch thematisiert. Allein aus diesem Grund lohnt sich der Besuch jeder Show, auch wenn nicht wenige mittlerweile einer stylischen Modeshow (vor der Bühne) gleichen. Ein Outfit unter zweihundert Euro hat hier Seltenheitswert. Ebenso eine gewisse „Schaut her, hier bin Ich“-Attitüde. Eine Welt, in der ich mich nicht wirklich wohl fühle. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn Stick To Your Guns die Bühne betreten und die ersten Akkorde aus den Boxen fliegen. Gleiches gilt für die bisherigen Outputs dieser sympathischen Band.
so klingt Better Ash Than Dust


Mrz 4 2016

Konzertbericht: Wolf Down, Counterparts, Stray From The Path, Stick To Your Guns in Oberhausen

Erst kürzlich bin ich in einer Presseinfo über die folgende Einleitung zur neuen Wolf Down Scheibe Incite&Conspire (Review) gestolpert:

„Die „Entpolitisierung“ des Hardcore. Seit Jahren findet sie statt, wird oft beklagt und zeichnet sich als deutlicher Trend ab. Leere Phrasen und dumpfe Aggressivität haben scheinbar den Drang zur Veränderung und das Schaffen einer besseren Gesellschaft ersetzt.“

Ganz von der Hand zu weisen ist diese Aussage definitiv nicht. Ist sie oftmals sogar traurige Realität. Andererseits trifft das auch nicht auf alle Bands und Konzerte zu. So zum Beispiel auf Wolf Down, Counterparts, Stray From The Path und Stick To Your Guns, die am letzten Freitag (26.02.2015) gemeinsam in der Oberhausener Turbinenhalle 2 aufgetreten sind. Vier Bands, die definitiv mehr zu bieten haben als leere Phrasen und eben nicht zur Entpolitisierung des Hardcore beitragen. Kein Grund also sich zu beklagen. Oder doch? so war das Konzert