Apr 28 2015

Konzertbericht: Modern Life Is War, Birds In Row, Terrible Feelings live in Köln

Modern Life Is War gehören für mich zu den wichtigsten Punkrock- / Hardcorebands in diesem Jahrtausend. Nach drei großartigen Alben, der Auflösung im Jahr 2007, einer anschließenden großen Leere, die keine andere Band so recht füllen konnte, machten 2012 die ersten Gerüchte einer Reunion die Runde. Diese sollten sich ein Jahr später tatsächlich bewahrheiten. Mit Fever Hunting (Review) eroberten die Jungs aus Iowa wieder die Herzen zahlreicher Menschen – natürlich hatten sie dort bereits einen Platz für die Ewigkeit – und nun fehlte nur noch eine Tour quer durch Europa. Nach einem ersten Auftritt im Rahmen des Groezrock Festivals im letzten Jahr, war es in diesem Jahr nun endlich so weit. Modern Life Is War spielten eine Reihe von Konzerten in Europa. Darunter auch im Kölner Underground am 16. April. Begleitet wurden Modern Life Is War von ihren Labelkollegen Birds In Row und Terrible Feelings aus Schweden. Kein Frage, da mussten wir hin. so war das Konzert


Aug 22 2014

Konzertbericht: Converge live in Köln

Nachdem ich mir im letzten Jahr das Converge-Konzert in der Kölner Essigfabrik geschenkt habe, sahen die Voraussetzungen in diesem Jahr ganz anders aus. Einer meiner Lieblingsbands in einem meiner liebsten Schuppen? Klar, die Show im Kölner Underground durfte und wollte ich nicht verpassen. Schließlich ist die letzte Show im Underground, seinerzeit mit Oathbraker und Rise and Fall, in mehr als guter Erinnerung geblieben.

Converge, Okkultukrati, Martyrdöd
Köln, Underground – 07.08.2014

Um kurz vor acht standen wir auch schon vor der Bühne und eins war jetzt schon klar, der Name Converge hat nach wie vor Gewicht, denn das Underground war restlos ausverkauft. Doch bis zum Auftritt der Jungs aus Boston sollte noch ein wenig Zeit vergehen. Nun standen erst einmal Okkultukrati auf der Bühne. Die vier Norweger schmetterten dem Publikum dann auch gleich ein enorm krachiges Brett um die Ohren, das durchaus jede Menge Wums hatte. Doch zum einem war das insgesamt etwas eintönig und zum anderen konnte ich mit der verzerrten Stimme des Sängers nichts anfangen. Die passte sicherlich zum mystischen Bandnamen und verlieh den Songs einen düsteren Touch. Aber auch hier würde ein wenig Abwechslung den Songs sicherlich gut tun. Aber OK, Okkultokrati waren an diesem Abend der Opener und als Anheizer erfüllten die Jungs ihren Zweck definitiv.

Nur wenig später zeigten Martyrdöd, dass eine nicht minder krachige Mischung aus Crust und Hardcore durchaus abwechslungsreich sein kann und darüber hinaus, eher „crustuntypisch“, epische Längen erreichen kann, ohne auch nur einen Hauch von Langeweile zu versprühen. Zwei Aspekte, an der die meisten Crustcombos oftmals scheitern. Martyrdöd hingegen wissen auf voller Länge zu überzeugen und fegen einer Abrissbirne gleich mit brachialer Gewalt durch das Underground. Getragen von einem dreckigen Sound, einer angepissten fiesen Stimme und guten Gitarrenparts stampfen die vier Jungs aus Schweden durch ihr Set. Das ist richtig fett und kann einiges, vor allem die Häupter der meisten Zuschauer in Bewegung setzen. Starke Nummer, die nachhaltig daran erinnert mal in die bisherigen Outputs der Band reinzuhören.

In der folgenden recht langen Umbauspause füllt sich der Raum zunehmend. Ohne große Worte betreten Converge schließlich die Bühne und bereits bei den ersten Akkorden von Eagles Become Vultures ist die Atmosphäre im Underground am Kochen und die Menge am Toben. Leider geht die Stimme, besser das Geschrei, das Gekeife und die wenigen cleanen Vocals von Jacob Bannon in einem furiosen Gewitter aus Gitarre, Bass und Schlagzeug etwas unter. Doch Jacob Bannons Gestik und Gesichtsmimik, Ausdruck eines tiefen Weltschmerzes, sind schlicht beeindruckend und ziehen mich unweigerlich in ihren Bann. Dabei lässt es sich der Frontmann nicht nehmen, das Mirko immer wieder in die ersten Reihen zu halten und das Publikum die Vocals ins Mikro schreien zu lassen, während er selbst mit mitreißenden Gesten den Worten noch mehr Ausdruckskraft und Leben einhaucht, als diesen ohnehin schon innewohnt. Derweil fasziniert Kurt Ballou wie üblich mit seinem virtuosen Gitarrenspiel. Obwohl man es besser weiß hat man ständig das Gefühl zwei Gitarristen stehen auf der Bühne. Keine Ahnung was Kurt Ballou an seinem Instrument zaubert, doch das ist einfach jederzeit unglaublich. Bass und Schlagzeugspiel stehen dem in nichts nach und komplettieren eine vollends harmonische Einheit, die jederzeit Herr über dieses musikalische Chaos ist.

Die Songauswahl ist nicht minder überragend und reicht von alten Klassikern wie Axe To Fall über Grimm Heart, wie immer ein Garant für kalten Schweiß im Nackenbereich, bis hin zu neuen Songs wie All You Love You Leave Behind und Aimless Arrow. Nach knapp einer Stunde beenden die vier Jungs mit Concubine und Last Night ein intensives Liveerlebnis, das erneut seines Gleichen sucht.

“This is for the hearts still beating.” (aus Last Night, You Fail Me)

Converge zeigten an diesem Abend einmal mehr, dass der Name Converge auf jeder „Muss man live gesehen haben“-Liste nicht nur geschrieben sondern auch fett markiert werden sollte. Auch dann, wenn man die Jungs bereits mehrmals gesehen hat.


Mrz 15 2012

10 Platten für den März

10 Platten für den März

Die letzten Wochen waren für mich persönlich nicht so schön. Chaotisch, trüb, niederschlagend.  Zudem gab es eine Konzertflaute und der lokale Fußballverein ist ins Vorstandschaos und in den Tabellenkeller gestürzt. Meine Stimmungswelt war daher oft recht düster. Das spiegelt sich dann entsprechend auch in den Tönen, die aus den Wohnzimmerboxen trällern, wieder. Mal traurig und ruhig. Mal wütend und aggressiv.

hier gibt es die Liste


Feb 12 2012

Plattenladenaward 2011 – and the winner is

Nun steht er endlich fest. Der Gewinner des Cargo Records Plattenladenawards 2011. Klar, mein Plattenladen hat nicht gewonnen. Grrh. Nun bin ich aber auch kein schlechter Verlierer. Daher Herzlichen Glückwunsch nach Münster. Denn Green Hell kann sich die begehrte Krone aufsetzen.

Ich habe natürlich für Flight 13 gevotet. Nur Platz 5 mit 7% der Stimmen. Doch keine Panik. Meine Bestellungen werden auch weiterhin den Weg in den Breisgau finden. Ich freue mich schon auf jede weitere telefonische Bestellung und ein bissel Smalltalk. Und wer es noch nicht bemerkt hat. In Freiburg gibt es keinen Screamo unter den Genres. Allein dies hätte eine bessere Platzierung gerechtfertigt.

Also, Thomas und Crew. Weiter so. Und im nächsten Jahr wird sich das Blatt auf jeden Fall wenden.
Viel wichtiger…


Jan 28 2012

Scream – live im Underground, Cologne

Scream Tourflyer 2012

Freitag – 03. Februar 2012

Hui, Dave Grohl höchstpersönlich hat auf diese Tour hingewiesen. Kein Wunder. War er doch Schlagzeuger der Band in den späten 80ern. Wurde dann von den Herren Cobain und Novoselic entdeckt und stieg bei Nirvana ein. Der Rest der Geschichte ist ja bekannt.

Nach Auflösung der Band 1990 haben die Jungs sich 2009 wieder zusammengefunden und gehen wieder auf Konzertreise.

Neben den alten Songs wie „Came Without Warning“ und „Fight American Justice“ haben die Jungs auch ein paar neue Stücke im Gepäck.
hier gibt’s mehr…