Sep 22 2016

reinhören: beach slang – a loud bash of teenage feelings

Beach Slang - A Loud Bash of Teenage Feelings (Coverart)Hätte sich Charles Bukowski einen Soundtrack für seine Geschichten wünschen können, die Songs von Beach Slang wären sicherlich seine erste Wahl gewesen. Sind diese doch ebenso schwermütig, dreckig, direkt und offen wie seine Werke. Erleben darf er das leider nicht mir. Wir jedoch können uns nun am neuen Album A Loud Bash Of Teenage Feelings von Beach Slang erfreuen, dass nicht einmal ein Jahr nach dem allseits gefeierten Debütalbum Thing We Do To Find People Who Feel Like Us (Review) erscheint.
so klingt das Album


Nov 3 2015

reinhören: death of youth – s/t

Death Of Youth - AlbumartAuf ihrem Debütalbum zeigen Death of Youth, dass es in ihrer Heimatstadt nicht wirklich was zu lachen gibt. Dabei werden doch jedes Jahr Frohsinn und Klamauk in Mainz auf ungeahnte Höhen getrieben. Doch vielleicht ist auch genau das der Grund, diese Stadt in einem Molotowcocktail in Flammen aufgehen zu lassen. So suggeriert es zumindest das düstere schwarz-weiß Cover. Und wenn selbst das nicht reicht, erledigen die acht Songs auf diesem Album den Rest. Und die Gründe für die musikalische wie textliche Zerstörungswut (“Alles muss kaputt sein“ aus Kaputt) liefern die Jungs selbstverständlich mit. so klingt das Album


Jan 28 2015

reinhören: rivershores – fuck it, dude! let‘s get wasted!

Rivershores - Fuck It Dude Lets get wasted (Cover)Man trifft sich Samstagabend am Flussufer. Köpft ein paar Flaschen Bier. Genießt die Idylle und die Ruhe des Abends. Erzählt sich Geschichten, die das Herz bewegen. Gibt sich gegenseitig Halt. Sucht zusammen einen Weg durch konfuse Gedankenwelten. Denn wer kennt das nicht. Diese innere Zerrissenheit – “There is a war fought out in my head”. Die Flucht vor der täglichen Realität. Die eigenen Versprechen, die sich als Lügen entpuppen. Das Hin und her zwischen Verdrängen und Erinnern. Zwischen Träumen und Selbstzerstörung. Doch in all dem findet man auch versöhnliche und warme Worte. Sieht all die schönen Momente des Lebens. Schließlich ist man nicht nur Ruiner, sondern auch Dreamer. Und schließlich ist jede Zerstörung der Beginn von etwas neuen. „Destruction is a form of creation.“ Nach vorne schauen, einen Neuanfang wagen. „Tonight’s the start of the rest of my life.“
so klingt die Rivershores EP


Sep 9 2014

reinhören: coliseum – coliseum deluxe reissue

Coliseum - Coliseum FrontcoverColiseum gehören zu den wenigen Bands, die mich bereits mit ihrem ersten Album begeistern konnten und darüber hinaus diese Begeisterung in den folgenden Jahren noch steigern konnten. Was im Jahr 2004 mit dem Debütalbum Coliseum seinen Anfang nahm, ist nun durch das in Boston ansässige Label Deathwisch um Jacob Bannon (Converge) in die Gegenwart transportiert worden. Zehn Jahre nach der Veröffentlichung des Originals auf Plane Records wurde das Album nicht nur neu aufgelegt., sondern auch von Joel Grind (Toxic Holocaust) neu abgemischt und von John Dyer Baizley (Baroness) in ein neues Artwork gekleidet. Zudem gibt es auf dieser Reissue-Version noch acht Bonustracks aus den Anfangstagen der Band. Doch all das sind nur Randnotizen. Denn in erster Linie gibt es alle Songs des Originalalbums nun endlich wieder auf Vinyl.
und das klingt so


Jun 19 2014

reinhören: trainwreck – old departures new beginnings

Trainwreck - Old Depratures New Beginnings - AbumartDüster und brachial. Ein zerreißender Trip durch emotionale Höhen und Tiefen. Mit ihrer neuen Scheibe Old Departures New Beginnings haben Trainwreck erneut ein wütendes Biest auf Platte gepresst. Ein herzloses Biest, das erbarmungslos um sich schlägt. Das mit jedem Akkord an der menschlichen Existenz verzweifelt, das jeden Hoffnungsschimmer in klirrende Kälte verwandelt. Das in ruhigen, ja wunderschönen Instrumentalstücken Sicherheit gibt. Eine Sicherheit, zerbrechlich wie Glas. Denn nach nur wenigen Augenblicken bleibt lediglich ein Scherbenhaufen zurück und man steht plötzlich inmitten eines schwarzen Nichts. Doch aus dieser Dunkelheit schöpfen Trainwreck immer wieder Kraft, denn auch wenn die Zeit die letzten Blätter in der Kälte sterben lässt, lohnt sich der Blick in die Zukunft, denn nichts, auch nicht die Dunkelheit, ist von Dauer. Nichts bleibt wie es ist.
und dieses Nichts klingt so


Mai 27 2014

reinhören: apologies i have none – black everything

Apologies I Have None - Black Everything CoverDie Zeiten ändern sich und bringen oft ungeahnte Veränderungen mit sich. Vor knapp zwei Jahren legten Apologies I Have None mit ihrem Debutalbum London ein hymnenhaftes Werk ab, das mit einer positiven musikalischen Grundstimmung das Herz bewegte. Dass jedoch Dan Bond auf sehr kritische Art und Weise mit seiner Heimatstadt abrechnete, geriet dabei hin und wieder, jedoch alles andere als gerechtfertigt, in den Hintergrund. Doch das Leben von Dan Bond zieht seit wenigen Monaten andere Kreise. Nun schwingt Josh Mckenzie die lyrische Feder, schreibt Geschichten und erzählt eben diese nun ganz allein. Und das klingt ungemein düster. Über die alte Fröhlichkeit liegt nun ein tiefer schwarzer Schatten, durch den nur noch selten etwas Licht zu strahlen vermag. Getragen von einer schwermütigen Melancholie setzt sich Josh Mckenzie mit den Schattenseiten des Lebens auseinander und lässt uns ganz tief in eine dunkle Seele blicken. Black Everything. Der Titel der neuen EP bringt es auf den Punkt.
un die klingt dann so