Feb 22 2017

Konzertbericht: Together Fest 2017 in Essen

Große Namen sind nicht gleichbedeutend mit einem großen Konzert. Mit diesem Gefühl, einem Gefühl großer Enttäuschung, verließ ich vergangenen Freitag das Together Fest 2017 in der Essener Zeche Carl. Bereits im letzten Jahr habe ich lange überlegt, ob 32,- für eine Hardcoreshow ein gerechtfertigter Preis sind. Bezahlt habe ich dann und war glücklich über zwei mitreißende Auftritte von Touche Amore und Modern Life Is War. Für die Legende Gorilla Biscuits galt das nur bedingt, denn deren Livepower ist längst verflogen. Nun also 32,- Euro für Youth of Today, American Nightmare, Trash Talk, Vanishing Life und Wolf Down. Allein die Tatsache, dass die Show kurzfristig von der Weststadthalle in die kleinere Zeche verlegt wurde, ließ es schon erahnen, diese Namen haben für diesen Preis nicht die Anziehungskraft wie die des Vorjahres. Umso trauriger, dass selbst die kleinere Location nicht einmal ansatzweise ausverkauft war. Genauso unglücklich lief wohl auch die Kommunikation innerhalb der Zeche Carl. Auf meine telefonische Anfrage, ob denn um 19.00 Uhr Einlass oder Beginn sei (auf der Homepage stand lediglich 19.00 Uhr), erhielt ich die Antwort, dass um 19.00 Uhr Beginn sei. Und so stand ich um viertel nach sieben in der Halle, nur um festzustellen, dass Wolf Down bereits gespielt hatten. Fragen lohnt sich eben nicht immer. Leider gab es auf meine freundliche Beschwerde nur ein nichtwissendes Ausweichen und den Hinweis auf ein unerfreuliches Kommunikationsproblem. Pech gehabt.
so war das Together Fest 2017


Jun 1 2016

Benefiz-Single von Boysetsfire und Wolfdown zugunsten LSBTI*Q-Geflüchtete

BoysetsfireWolfDownSplitSelbst im Jahr 2016 durchleiden lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, transsexuelle, intersexuelle und queere Menschen mangels Akzeptanz, nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Hetze von AfD, Pegida und CO, hierzulande immer noch einen unangenehmen Alltag. In anderen Ländern sieht deren Situation sogar noch schlechter aus, so dass nicht wenige aufgrund von Diskriminierung oder körperlicher Gewalt aus ihren Heimatländern fliehen müssen. Kaum hier angekommen schlägt ihnen ein nicht minder kalter Wind entgegen.
hier gibt es alle Infos


Mrz 4 2016

Konzertbericht: Wolf Down, Counterparts, Stray From The Path, Stick To Your Guns in Oberhausen

Erst kürzlich bin ich in einer Presseinfo über die folgende Einleitung zur neuen Wolf Down Scheibe Incite&Conspire (Review) gestolpert:

„Die „Entpolitisierung“ des Hardcore. Seit Jahren findet sie statt, wird oft beklagt und zeichnet sich als deutlicher Trend ab. Leere Phrasen und dumpfe Aggressivität haben scheinbar den Drang zur Veränderung und das Schaffen einer besseren Gesellschaft ersetzt.“

Ganz von der Hand zu weisen ist diese Aussage definitiv nicht. Ist sie oftmals sogar traurige Realität. Andererseits trifft das auch nicht auf alle Bands und Konzerte zu. So zum Beispiel auf Wolf Down, Counterparts, Stray From The Path und Stick To Your Guns, die am letzten Freitag (26.02.2015) gemeinsam in der Oberhausener Turbinenhalle 2 aufgetreten sind. Vier Bands, die definitiv mehr zu bieten haben als leere Phrasen und eben nicht zur Entpolitisierung des Hardcore beitragen. Kein Grund also sich zu beklagen. Oder doch? so war das Konzert


Feb 3 2016

reinhören: wolf down – incite&conspire

Wolf Down - Incite&Conspire (Artwork)Wenn es um Wolf Down geht (das schließt die Wolf X Down Phase ein), bin ich immer hin und her gerissen. Auf der einen Seite erinnern sie mich musikalisch immer wieder an Bands wie Hatebreed oder auch Terror. Was erst einmal nicht schlecht ist. Denn das hat Power und ordentlich Wums. Auf der anderen Seite ist mir das auf Dauer dann doch oft zu einseitig. Etwas mehr Abwechslung täte den Songs definitiv gut. Insbesondere live ist dann recht schnell die Luft raus. so klingt Incite&Conspire


Nov 10 2015

Konzertbericht: Bane, Code Orange, Wolf Down live in Köln

Seit ihrem 1999er Album It All Comes Down to This haben Bane für eine ganze Reihe von unvergesslichen Momenten gesorgt. Das gilt für alle Outputs, vor allem aber für jedes mitgelebte Konzert der Jungs aus Worcester, Massachusetts. Nun ist jedoch Schluss. Bereits mit ihrer letztjährigen Scheibe Don’t wait up (Review) haben Bane ihren Abschied angekündigt. Mit der „Final European Tour“ wurde dies nun auch Gewissheit. Noch einmal durch die kleinen Clubs touren. Noch einmal die letzten 20 Jahre aufleben lassen. Der Andrang war entsprechend groß. Das Konzert im kleinen Kölner MTC am vergangenen Samstag seit Wochen ausverkauft. Die Vorfreude auf dieses Konzert und auf eine mitreißende Hardcoreshow war dementsprechend groß. Zudem standen zwei weitere namenhafte Bands auf dem Tourflyer. so war die Show