reinhören: brutality will prevail – in dark places

BrutalityWillPrevail_InDarkPlaces_CoverartworkMit In Dark Places haben Brutality Will Prevail kürzlich ihr fünftes Studioalbum rausgebracht. Das zweite Album mit Louis Gauthier am Mirko und zugleich die Rückkehr zu Holy Roar Records, wo sie 2010 ihr zweites Album Root of All Evil rausgebraucht haben. Dem bis dato besten Album der Band aus Wales. Und mit In Dark Places kehren sie nun auch zu ihren musikalisch-düsteren Wurzeln zurück.

So ist bereits der Albumtitel die perfekte Beschreibung für diese Scheibe. Ein schleppender, erdrückender Sound sucht sich vom ersten bis zum letzten Song seinen Weg durch eine dunkle Bilderwelt. Nur selten ziehen die Jungs dabei das Tempo an, bewegen sich fast ausschließlich im Midtempo-Bereich. Hardcore und Sludge verschmelzen so auf bösartige Art und Weise miteinander und ziehen einfach alles, was greifbar ist, in ein tiefes, schwarzes Loch. Dort unten, von fetten Doom-Passagen begraben, erlischt auch der letzte Funken Hoffnung, dass jemals wieder Licht ins Dunkel dringen wird. Die tiefen Growls von Louis Gauthier sind schließlich das verbleibende Puzzleteil, um das musikalische Gesamtbild in ein tiefes Schwarz zu ertränken.

Als Rahmen dient ein beklemmender und zugleich tonnenschwerer Hardcore, der nur einen Weg kennt, die dunklen Abgründe menschlichen Seins zu erkunden. Auf diesem Weg strotzen Brutality Will Prevail jedoch nur so vor Energie. Offenbar fühlen sie sich nahe dem Ursprung von Selbstzweifeln und in mitten einer ungebremsten Rastlosigkeit in einer immer schneller werdenden Zeit, sehr wohl. Songtitel wie Perpetual Lows, Death Sings Me To Sleep oder Into The Gloom lassen dann schon erahnen, dass es inhaltlich genauso düster zugeht. Ob nun die kritische Betrachtung religiöser Normen oder auch die Auseinandersetzung mit dem eigenem Tod, strahlende Momente haben in dieser Welt Seltenheitswert.

Sei es nun ein Konzept oder einfach nur das Wesen der fünf Waliser, dank dieser düsteren Atmosphäre ist In Dark Places zwar kein einfaches, aber ein intensives und starkes Hardcorealbum, mit dem Brutality Will Prevail aus der großen Masse von (artverwandten) Hardcorebands deutlich hervorstechen.

Brutality Will Prevail – In Dark Places

VÖ: 24. März 2017
Label: Holy Roar / Al!ve

Tracklist:
01. Serpent
02. Perpetual Lows
03. Heretic
04. Penitence
05. Nybbas
06. Forever Restless
07. Death Sings Me To Sleep
08. Into The Gloom
09. Elegy

Hinweis: Das Bildmaterial und eine Promoversion des Albums wurden mir freundlicherweise von Backstage Broadcast zur Verfügung gestellt.