Feb 8 2018

reinhören: listener ‎– being empty : being filled

Listener_BeingEmptyBeingFilledDan Smith redet und redet und redet. Zumeist ohne Punkt und Komma. Ohne Unterbrechung. Und tatsächlich, nun singt er auch. Damit wäre auch schon das Wichtigste zum neuen Album von Listener gesagt, wenn ich es mir denn einfach machen möchte. Aber das ist es nicht. Und würde Being Empty : Being Filled nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Zeigen die Jungs doch wieder einmal, dass für sie ein neues Album nur ein weiterer Schritt ihrer musikalischen Entwicklung ist. Und wie im wahren Leben ist Stillstand oft gleichbedeutend mit Langeweile. Selbst dann, wenn der eigene Bandname immer wieder stellvertretend für ein ganzes Genre herhalten muss.
so klingt das Album


Nov 27 2017

reinhören: fjørt – couleur

FJORT_COULEUR_CoverNach der im September veröffentlichten Hotelsession konnte die Vorfreude auf das neue FJØRT Album gar nicht größer sein. Waren doch visuelle wie musikalische Umsetzungen schlichtweg großartig. Selten wurde ein Album derart laut- und bildstark angeteasert. Schwarz malte, wer auf die noch größere Enttäuschung hinweisen wollte. Tatsächlich waren die Hotelsessions nur der Anfang von etwas ganz Großen. Couleur ist nicht weniger als das. Was anderes haben sich FJØRT aber auch nicht vorgenommen, „denn rückwärts, rückwärts war nie vorgesehen.“ (aus Südwärts)
so klingt das Album


Nov 8 2017

reinhören: kettcar – ich vs. wir

kettcar_Ich_vs_WirEin alltägliches Bild im Fußballstadion. Wieder einmal wird der Spieler mit einer anderen Hautfarbe als die eigene mit hasserfüllten Worten beschrien. Die Masse schweigt. Wer die passenden Kommentare für diese Worte findet, muss zur eigenen Sicherheit das Stadion verlassen. Fäuste sollen nicht fliegen. Und ja, eigentlich brauche ich den Scheiß hier nicht. Und komme dennoch wieder. Freue mich dann über das Banner auf der anderen Seite „Love Football, Hate Fascism“. Irgendwer schreit wieder „Scheiß Türke!“ Wieder einer, der es nicht kapiert. Wieder Stille. Kommentiert, bösen Blick geerntet. Doch keine Unterstützung. Wieder Zeit früher zu gehen. Nennt es feige, doch eine bessere Lösung habt Ihr nicht.

„Und als wir gemeinsam vor dem Radio saßen, die Aufstellung hörten und unser Abendbrot aßen, nahmst du meine Hand und sagtest: Liebling, ich bin gegen Deutschland“

so klingt das Album


Mrz 24 2016

reinhören: coppersky – if we’re losing everything

Coppyersky - If We're Loosing Everything (Artwork)Eine Band mit anderen zu vergleichen ist für mich immer eine heikle Sache. Solch ein Vergleich ist zwar immer persönlicher Natur. Nicht selten hat das jedoch den üblen Beigeschmack, dass schnell der Verdacht im Raum steht, dass wieder nur die eine oder andere Band kopiert wird. Oft ist da sicherlich was dran. In vielen Fällen aber auch nicht. So im Falle von Coppersky aus Utrecht. Bereits im letzten Jahr konnte ich die Jungs erstmal live erleben. Schon da wurden sofort Erinnerungen an The Gaslight Anthem und Bruce Springsteen wach. so klingt die Scheibe


Feb 24 2016

reinhören: blackout problems – holy

Blackout Problems - Holy (Artwork)Wohin wir auch blicken, es läuft gerade mächtig viel falsch auf diesem Planeten. Aber uns geht es ja gut. Schließlich sind wir ja nur am Rande betroffen. Solange sich das nicht ändert, können wir uns entspannt zurück lehnen, die Füße hochlegen und vor der Glotze hängen. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Schließlich sind wir Teil des Ganzen. Das Debütalbum Holy von Blackout Problems ist daher der Weckruf zur richtigen Zeit. Ein Anstoß, sich mit alle dem Scheiß da draußen auseinanderzusetzen. Zeit aufzuwachen und aufzustehen.
so klingt das Album


Jun 19 2015

reinhören: beach slang – broken thrills

Beach Slang - Broken Thrills (Cover)Tja, so ist das manchmal. Während in Philadelphia schon seit einigen Monaten prächtig gefeiert wird, trifft man hierzulande nur mit etwas Glück, dem Internet sei Dank, auf eben jene Woge der Begeisterung, die sich um die ersten EPs von Beach Slang ranken. In den USA mit vielen guten Kritiken geadelt, waren beiden Scheiben in Europa so gut wie gar nicht erhältlich. Dieses kleine Ärgernis hat sich nun jedoch in Luft aufgelöst. Denn das Europa-Debüt von Beach Slang vereint die beiden EPs Cheap Thrills On A Dead End Street und Who Would Ever Want Something So Broken? auf einer Scheibe. Kein wirklich neues Material also. Doch dafür sind die acht Stücke wahrlich großartig und eine Neuauflage daher mehr als erfreulich.
so klingt Broken Thrills