Okt 10 2017

lesen: Tierethik von Friederike Schmitz

„…wir wollten schon immer etwas Anderes und Besseres sein als die (anderen) Tiere. Natürlich ist es auch leichter, andere ethisch nicht zu berücksichtigen, wenn man so tut, als ob es ganz große Unterschiede zwischen ihnen und einem selbst gibt.“ (S. 11, Tierethik, Einleitung)

Wer sich einmal durch die Geschichte der Tierethik gewühlt und versucht hat die unterschiedlichen Positionen und Thesen zu (be)greifen, weiß, dass das nicht mal eben so gemacht ist. Das liegt nicht nur an der Thematik selbst, sondern oft auch an der Denk- und Schreibweise der Autor*Innen. Einfach ist das in den meisten Fällen nicht. Dafür aber sehr spannend. Wer daher einen passenden und verständlichen Einstieg in das Thema Tierethik sucht, wird diesen in dem kürzlich veröffentlichten Buch Tierethik von Friederike Schmitz (promovierte Philosophin und Herausgeberin des Sammelbandes Tierethik. Grundlagentexte) finden. In insgesamt 12 Kapiteln werden die wichtigsten Positionen und Thesen der Tierethik mit ihren jeweiligen Gründen und Gegenargumenten vorgestellt. das erwartet Euch in Tierethik


Sep 14 2017

Rezept: herbstlicher Schmorkohl mit Sojahack

In der kühlen, tristen und wie immer nassen Jahreszeit liebe ich leicht deftige, wärmende Rezepte. Hierfür ist die Kohlzeit nahezu perfekt. Vor allem nach neuen und einfachen Weißkohlrezepten halte ich dann gerne Ausschau. Da kam die aktuelle Ausgabe der ALDI-Zeitschrift inspiriert gerade recht. Dort gab es ein Rezept für Schmorkohl mit Hackfleisch, was recht einfach in eine vegane Variante abzuändern war. Ich habe dann einfach Sojahack verwendet. Das ist immer die einfachste Lösung. Vorstellbar ist aber auch Grünkernhack oder Hack auf Basis von Sonnenblumenkernen. Aber hier gilt, jede*r wie es ihr/ihm beliebt. Zudem habe ich ganzen Kümmel (ist nicht so meins) durch gemahlenen Kümmel ersetzt. Und tatsächlich, richtig lecker. Wer hätte das gedacht? ALDI kann wirklich inspirierend sein.

Schmorkohl
hier gib es das Rezept


Aug 10 2017

Interview: Róka – fair clothing aus Duisburg

Konsumverhalten. Die Wenigsten machen sich Gedanken über die Herkunft ihrer Klamotten und unter welchen teils unmenschlichen Bedingungen diese hergestellt werden. Erst wenn ein Produktionsgebäude in sich zusammenstürzt und Arbeiter*Innen ums Leben kommen, rückt die Thematik in den Fokus der Öffentlichkeit. Zumindest bis zum nächsten Einkauf bei kik, h&m und anderen Modeketten. Entscheidend ist für die meisten immer noch der Preis der Ware. Alles andere ist ja auch ganz weit weg.
Einige kleinere Labels zeigen jedoch seit Jahren, dass sich auch ohne Ausbeutung von Mensch, Umwelt und Tierwelt tolle Klamotten herstellen lassen. Einer dieser Labels ist Róka – fair clothing hier aus Duisburg. Róka bietet ausschließlich Klamotten an, die unter fairen Bedingungen inkl. Biosiegel hergestellt werden. Zudem werden nur vegane Farben für den Motivdruck verwendet. Nachdem wir uns im letzten Jahr auf dem veganen Weihnachtsmarkt in Duisburg kennengelernt haben, hatte ich kürzlich die Gelegenheit Christina Lukács – Inhaberin von Róka – einige Fragen rund um Róka zu stellen.


hier das Interview


Jul 5 2017

ÖKO-TEST widerspricht der DGE: Kinder können vegan ernährt werden

Im vergangenen Jahr hat die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) ihr Positionspapier zur veganen Ernährung aktualisiert. Insgesamt steht sie der veganen Ernährung trotz zaghafter Öffnung auch weiterhin ablehnend gegenüber. So ist sie der Meinung, dass bei einer rein pflanzlichen Ernährung eine ausreichende Versorgung mit einigen Nährstoffen nicht oder nur schwer möglich ist. Darüber hinaus wird eine vegane Ernährung für Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder und Jugendliche weiterhin nicht empfohlen. Mehr Details gibt es in dieser Stellungnahme zum Positionspapier der DGE.

Und nun kommt ausgerechnet ÖKO-TEST daher und widerspricht der DGE in aller Öffentlichkeit. Details gibt es hier


Jun 30 2017

die Sache mit dem Eutersekret oder irgendwer hält uns für völlig blöde

Käse ohne Eutersekret? Ne, das geht ja mal so gar nicht. Daher hat die EU kürzlich entschieden, dass Begriffe wie veganer Käse, pflanzlicher Käse oder vegane Käsealternative (die Reihe lässt sich noch fortführen) nicht zulässig sind und die Hersteller*Innen sich nun weitaus phantasievollere Namen für ihre Produkte einfallen lassen müssen. Schließlich ist im veganen Käse ja kein Eutersekret drin. Daher auch kein Käse. Somit sind diese Begriffe einfach irreführend. Vereinfacht, wo kein Käse drin ist, darf auch kein Käse drauf stehen (bitte diesen Satz im Hinterkopf behalten). Ob da nun noch weitere Wörter stehen, die zur notwendigen Aufklärungen beitragen, ist nicht von Bedeutung. weiter mit der Verwirrung


Mrz 1 2017

positiver Bericht zur veganen Ernährung für Kinder in der WDR Servicezeit

„Vegane Ernährung schadet Kindern!“ – „Die schlimmste Folge von veganer Ernährung für Kinder ist der Tod.“ – „Vegane Ernährung ist bewusste Gefährdung des Kindeswohls.“

Dank Schlagzeilen wie dieser in der Bildzeitung und anderen Boulevardmedien werden vegane Eltern immer wieder öffentlich an den sozialen Pranger gestellt. Die Tatsache, dass nicht wenige Ärzte*Innen sich an dieser Hetze beteiligen macht es für viele vegane Eltern nicht einfacher. Denn wo das Wort Kindeswohlgefährdung im Raum steht, ist der Gang zum Jugendamt gar nicht mehr weit. Auch dann nicht, wenn sich die Kinder bester Gesundheit erfreuen. Da hilft es auch nicht, wenn tatsächlich immer nur von Einzelfällen berichtet wird, in denen eine vegane Ernährung bewusst oder unbewusst falsch angewendet wird. hier der Bericht in der WDR Servicezeit